Ex-Facebook-Präsident Sean Parker warnt: „Kein Mensch weiß, was Facebook mit den Gehirnen unserer Kinder macht“ 5/5 (1)

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Soziale Medien wollen Schwächen der menschlichen Psyche ausnutzen

Etwas irritierend wirkt es schon, dass ausgerechnet ein Mann vor Facebook und anderen sozialen Medien warnt, der ein Vermögen damit gescheffelt hat. Andererseits mag man einwenden, dass er wenigstens wissen sollte, wovon er spricht. Ex-Facebook-Präsident Sean Parker warnt eindringlich vor den Gefahren: Kein Mensch wisse, was Facebook mit den Gehirnen unserer Kinder mache, sagt er. Soziale Medien seien darauf ausgelegt, Schwächen der menschlichen Psyche auszunutzen.

Erfinder wussten um die Gefahren: „Wir haben es trotzdem getan“

„Es ändert buchstäblich euren Umgang mit der Gesellschaft und untereinander“, sagte er auf einer Veranstaltung in Philadelphia. „Es stört wahrscheinlich auf komische Weise Eure Produktivität. Gott allein weiß, was es mit den Gehirnen unserer Kinder macht“, so Parker, der Erfinder der Musik-Tauschbörse Napster und frühere Präsident von Facebook.

Am Anfang aller sozialen Netzwerke habe die Frage gestanden, wie man möglichst viel Zeit der Nutzer beanspruchen könnte und dabei ihre höchstmögliche Aufmerksamkeit bekomme. Um dieses Ziel zu erreichen, verpasse Facebook seinen Mitgliedern ab und an einen Dopamin-Kick, nämlich wenn ein anderer Nutzer auf die Posts reagiert. Das wiederum motiviere die Nutzer, ihrerseits mehr Inhalte und Reaktionen zu produzieren. Dieser Mechanismus sei ein Kreislauf, eine Schleife der sozialen Bestätigung. Das sei genau die Art von Dingen, die sich ein Hacker wie er selbst ausdenken würde, „da es eine Schwäche in der menschlichen Psyche ausnutzt“.

Die Erfinder der Sozialen Medien – Mark Zuckerberg, Kevin Systrom von Instagram, aber auch er selbst – seien sich dessen bewusst gewesen. „Und wir haben es trotzdem getan.“ Früher habe er Freunden, die Sozialen Medien skeptisch gegenüber standen gesagt „am Ende bekommen wir dich auch“. Inzwischen verweigere er sich selbst den Netzwerken, sagte Parker, der durch seine Facebook-Anteile zum Milliardär wurde.

Gedanken-Steuerung: Facebook will bald unsere Gehirnströme lesen

Es klingt wie Science-Fiction, aber Facebook arbeitet wirklich daran

Das weltgrößte Online-Netzwerk Facebook will Menschen direkt aus dem Gehirn heraus Worte in Computer schreiben lassen. Dafür sollen Gehirnströme ausgewertet werden. Es gehe zum Beispiel um die Möglichkeit, einem Freund eine Textnachricht zu schicken, ohne dafür das Smartphone herausholen zu müssen, sagte Facebook-Managerin Regina Dugan auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz im kalifornischen San Jose.

60 Forscher arbeiten an der Vision

Das aktuelle Ziel sei, auf 100 Worte pro Minute zu kommen. Dies könne in einigen Jahren erreicht werden, sagte Dugan. Sie verwies auf aktuelle Forschungen an der Stanford-Universität, in denen eine gelähmte Frau dank Elektroden im Gehirn, „so groß wie eine Bohne“, acht Worte pro Minute in den Computer schreiben könne, Buchstabe für Buchstabe. Die Elektroden erkennen die Aktivität der Neuronen, wenn sie einen bestimmten Buchstaben eintippen wolle.

Für einen massenhaften Einsatz der Technologie seien Implantate aber nicht geeignet, es müsse sehr empfindliche Sensoren auf der Oberfläche des Kopfs geben, die Gehirnaktivität „hunderttausende Male pro Sekunde auf den Millimeter genau“ überwachen. „Solche Technologie existiert heute nicht. Wir werden sie erfinden müssen“, sagte Dugan. Bei Facebook arbeite ein Team aus 60 Forschern an der Vision. Mit der Zeit solle es nicht mehr nötig sein, im Kopf Worte aus einzelnen Buchstaben zu bilden. Ein Nebeneffekt davon könne auch sein, dass sich Menschen in anderen Sprachen ausdrücken könnten, ohne sie zu lernen, sagte Dugan.

So könnte zum Beispiel der Gedanke an eine Tasse direkt mit dem entsprechenden Fremdwort in Spanisch oder Chinesisch umgesetzt werden. „In ihrem Kopf ist eine Tasse nicht ein Etikett mit dem Wort darauf, sondern ein von Menschen geschaffener Gegenstand, den man in der Hand halten und daraus Flüssigkeiten trinken kann“, erklärte die Facebook-Managerin. „Eines nicht so fernen Tages könnte es sein, dass ich auf Chinesisch denke und sie es sofort auf Spanisch fühlen“.

„Nicht wahllos Gedanken lesen“

Facebook-Managerin Regina Dugan präsentiert bei der hauseigenen Entwicklerkonferenz F8 am 19.4.2017 in San Jose (Kalifornien, USA) das Projekt, Menschen mit Hilfe von Sensoren Worte direkt aus ihrem Gehirn in Computer eintippen zu lassen. Foto: Andre
Facebook-Managerin Regina Dugan präsentiert bei der hauseigenen Entwicklerkonferenz F8 in San Jose das neue Projekt. © dpa, Andrej Sokolow, sok fgj

Es gehe zugleich auf keinen Fall darum, wahllos Gedanken von Menschen zu lesen, betonte Dugan. Dazu habe niemand das Recht. Ähnlich wie man viele Fotos mache und nur einige davon anderen zeige, „haben sie (Menschen) viele Gedanken und beschließen, nur einige davon zu teilen“. Nur solche Gedanken, die an das Sprachzentrum weitergeleitet würden, seien gemeint.

Nicht nur Facebook macht sich gerade Gedanken über eine solche Technologie. Auch Tech-Milliardär Elon Musk erforscht in einer neuen Firma, wie das menschliche Gehirn direkt mit Computern vernetzt werden könnte. Der 45-Jährige sei an dem Unternehmen Neuralink beteiligt, das entsprechende Elektroden entwickeln will, hatte das ‚Wall Street Journal‘ Ende März berichtet. Musk, Chef des Elektroautobauers Tesla und der Weltraumfirma SpaceX, hatte bereits bei einem Konferenz-Auftritt im vergangenen Jahr gesagt, dass er künstliches Nervengewebe zum Verbinden mit Computern für eine wichtige Zukunftstechnologie halte.

Das könne Menschen helfen, mit der künftigen künstlichen Intelligenz mitzuhalten, vor deren möglichen Übermacht Musk mehrfach warnte. Musk sprach damals von einem „direkten Interface zur Hirnrinde“, insgesamt blieb er aber vage. Deshalb war zunächst unklar, ob es sich bei seinen Ausführungen um ein konkretes Projekt oder eine Technik-Fantasie handelte. Die 54-Jährige Dugan war vor Facebook bei Googles Zukunftslabor und der Forschungsagentur DARPA des US-Verteidigungsministeriums. Bei Facebook leitet sie die Innovationsabteilung ‚Building 8‘. Dort erforscht Facebook auch die Möglichkeit, über die Haut zu „hören“.

Facebook ist ein soziales Netzwerk im Internet. Gegründet von Mark Zuckerberg, wurde es vom Studentenprojekt zur millionenschweren Aktiengesellschaft.

Facebook ist ein soziales Netzwerk, das von der in Menlo Park, Kalifornien ansässigen US-amerikanischen Firma Facebook Inc. betrieben wird. Gegründet wurde Facebook im Februar 2004 von Mark Zuckerberg, Dustin Moskovitz, Chris Hughes und Eduardo Saverin, die damals an der Harvard University studierten und Facebook vorerst als eine Art digitale Version der offiziellen, gedruckten Jahrbücher sahen. Das soziale Netzwerk verbreitete sich zunächst an verschiedenen amerikanischen Universitäten und später in der ganzen Welt. 2004 stieg zusätzlich Sean Parker, Mitbegründer von Napster, als Berater mit ins Team ein, verließ Facebook jedoch, nachdem er wegen Drogenbesitzes verhaftet worden war. Im Mai 2012 ging Facebook an die Börse. 2014 kaufte Facebook Inc. den Messenger-Dienst WhatsApp für umgerechnet fast 14 Milliarden Euro. Facebook Inc. ist auch in Besitz des Online-Foto-Dienstes Instagram.

Seit seiner Gründung wächst Facebook stetig. Erreichte das soziale Netzwerk im September 2011 noch rund 800 Millionen Mitglieder weltweit, waren es im März 2015 nach eigenen Angaben etwa 1,44 Milliarden Mitglieder, die Facebook mindestens einmal im Monat nutzen. Das soziale Netzwerk gehört zu den fünf am häufigsten besuchten Websites der Welt, in Deutschland liegt es sogar hinter dem Erstplatzierten Google. Facebook finanziert sich durch Werbung.

Aufgrund von Mängeln beim Umgang mit dem Datenschutz steht Facebook häufig bei europäischen Sicherheitsexperten und Datenschützern in der Kritik – insbesondere, weil die Datenschutzgesetze in der Europäischen Union strenger sind als die in den USA. Häufig werden Funktionen, die datenschutzrechtlich problematisch sind, von Facebook schleichend eingeführt. Bei der Erstellung eines Kontos stimmen Mitglieder des sozialen Netzwerks jedoch Nutzungsbestimmungen zu, mit denen diese Maßnahmen abgedeckt sind.

Quelle : http://www.killuminati-unzensiert.com/?p=1265

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