BSG Urteil: Omas dürfen nicht mehr auf Enkel aufpassen

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Und wieder einmal kam es in der BRD zu einem familienfeindlichen Gerichtsurteil. Großeltern werden sich überlegen müssen, ob sie ihre Enkel in Zukunft noch betreuen können oder ob man das Kind einer Fremdbetreuung überlässt.

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So berichtet der MDR vor ein paar Tagen über das neue BSG Urteil, dem ein tragischer Unfall vorausging:

Wer das Kind von Angehörigen oder Freunden betreut, steht nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Auch das betreute Kind ist während dieser Zeit nicht versichert. Das hat das Bundessozialgericht in Kassel entschieden. Für anerkannte Tagesmütter und Tagesväter gelte hingegen der Versicherungsschutz, stellten die BSG-Richter am Dienstag ausdrücklich fest. Wer regelmäßig privat andere als die eigenen Kinder betreue, sollte sich als Konsequenz beim örtlichen Jugendamt als Tagespflegeperson anmelden, empfahlen die Kasseler Richter. (Az: B 2 U 2/17 R)

Großeltern gelten vor dem BRD Gesetz nicht als geeignete Betreuer. Ab jetzt sollen sich also Oma und Opa als Tagesmutter/Vater registrieren lassen, um auf ihre Enkel aufzupassen.  Nun wäre die nächste Frage, welche Voraussetzungen und Kosten damit auf die älteren Leute zukommen würden?

Kinder Tipps schreibt folgendes dazu:

1. Zertifizierung über das Jugendamt (es ist keinerlei Ausbildung nötig), alle 5 Jahre ist eine Erneuerung notwendig

2. Führungszeugnis

3. Erste-Hilfe-Kurs

4. Unfall- und Haftpflichtversicherung

5. Allgemeine, räumliche Voraussetzungen um Tagesmutter zu werden:

  • Unfälle müssen vermieden werden (zum Beispiel Steckdosen- und Fenstersicherungen)
  • es gibt ausreichend Platz für Spiel- und Ruhemöglichkeiten
  • altersgerechtes Spielzeug
  • die Möglichkeit gemeinsam zu Essen sollte gegeben sein (genügend Hochstühle etc.)
  • es sollten Schlafgelegenheiten bereitstehen
  • allgemein gute Hygiene
  • anregende Gestaltung und geeignete Beschäftigungsmaterialien

Wenn die eigene Wohnung die Vorgaben auch mit Umbaumaßnahmen nicht erfüllt, steht die Mietung eines geeigneten Objektes an.

Bianca Boss vom Bund der Versicherten rät: »Private Unfallversicherung oder sogar Kinderinvaliditätsversicherung abschließen. Dann sind Oma und Kind gegen alle Risiken geschützt.« (Bild der Frau 27/18) Gewinner ist also mal wieder, wie schon bei der Riester Rente, die Versicherungsindustrie. (MS)

Quelle : http://infidels-deutschland.de/2018/07/03/bsg-urteil-omas-duerfen-nicht-mehr-auf-enkel-aufpassen/

 

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