Wegen Klimazielen: Künftig nur noch 20 Stunden täglich Strom 5/5 (1)

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Um die Klimaziele zu erreichen, werden die deutschen Privathaushalte im nächsten Jahr nur noch 20 Stunden täglich mit Strom versorgt. Die Bundesregierung will so zehn Prozent an Strom einsparen.

BERLIN, BONN (fna) – Neben höheren CO2-Steuern auf Treibstoffe, Heizöl, Kohle und Erdgas sollen – trotz Energiewende – auch mit einer umfangreichen Reduktion des Stromverbrauchs die Klimaziele des Pariser Abkommens erreicht werden. Das Bundesumweltministerium hat zusammen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, den Grünen und diversen Umweltschutzorganisationen nun einen Plan ausgearbeitet, mit dem auch bei der Stromerzeugung gespart werden kann.

„Ab dem 1. Januar 2019 wird in ganz Deutschland regional der Strom abgeschaltet“, so eine Sprecherin des Bundesumweltministeriums zur Nachrichtenagentur fna. „Die Netzbetreiber werden mit eigenen regionalen Zeitplänen jeweils zwei mal zwei Stunden täglich die Stromversorgung abdrehen.“ Man könne den Wählerwillen nicht mehr ignorieren, zumal die Grünen von einem Wahl- und Umfragehoch zum anderen reiten.

So könne es beispielsweise sein, dass in Teilen Berlins montags von 8 bis 10 Uhr und von 17 bis 19 Uhr der Strom abgedreht wird, während es am Dienstag dann von 5 bis 7 Uhr und von 20 bis 22 Uhr der Fall ist, heißt es weiter. In anderen Teilen der Bundeshauptstadt hingegen wäre dann von 10 bis 12 Uhr und von 19 bis 21 Uhr bzw. von 7 bis 9 Uhr und von 22 bis 24 Uhr die Elektrizitätsversorgung eingestellt.

Ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums betonte gegenüber der fna, dass man so darauf hoffe, den Stromverbrauch der privaten Haushalte um rund zehn Prozent zu senken: „Wir rechnen infolge dieser Maßnahmen mit einer Einsparung von insgesamt rund zehn Terawattstunden pro Jahr.“ Damit könne man einige Braunkohlekraftwerke stilllegen. Zudem würden sich die Haushalte damit viel Geld sparen, welches sie wiederum in den Konsum stecken könnten, um so die deutsche Wirtschaft wieder anzukurbeln.

Noch in diesem Jahr will die Bundesregierung in Zusammenarbeit mit den Netzbetreibern Informationsbroschüren ausarbeiten, in denen die Privathaushalte über die Zeitpläne für die Netzabschaltungen informiert werden. „Wir werden die Stromkunden nicht im dunkeln stehen lassen“, so ein Vertreter der Bundesnetzagentur dazu.

Quelle : http://berliner-express.com

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