Tschernobyl: Im Kernreaktor wächst ein Pilz, der der Strahlung widersteht und sich von ihr zu „ernähren“ scheint

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Bereits 1991, als nur wenige Jahre seit der berühmtesten Nuklearkatastrophe von Tschernobyl (1986) vergangen waren, waren die Forscher ziemlich beeindruckt, als sie einen lebenden Organismus fanden, der sich an den Reaktorwänden zu vermehren schien. Es handelte sich um einen dunklen Pilz – den Cryptococcus neoformans -, der sich in einer extremen Umgebung, die durch sehr hohe Strahlungswerte gekennzeichnet ist, völlig wohl fühlte.

Seitdem sind mehrere Jahrzehnte vergangen, in denen Forscher zahlreiche Untersuchungen und Forschungen durchgeführt haben, dank derer eine interessante Schlussfolgerung gezogen wurde: Der Pilz überlebt nicht nur in radioaktiven Umgebungen, sondern scheint sich sogar von ihnen angezogen zu fühlen.via: nypost.com

Die Forschung an diesem lebenden Organismus hat eine massive Präsenz von Melanin, dem Pigment, das auch in der menschlichen Haut vorkommt, festgestellt. Wie viele von uns wissen, ist dieses Pigment in der Lage, Licht zu absorbieren, indem es die auf die Haut einwirkende ultraviolette Strahlung zerstreut und sie so vor der Sonneneinstrahlung schützt. Im Falle des Pilzes scheint es neben seiner Schutzfunktion auch eine Ernährungsfunktion zu geben: Er scheint auch eine Form von chemischer Energie aus der Strahlung zu erhalten, die für sein Wachstum nützlich ist.

image: NASA/JPL/Caltech

Die Schlussfolgerung erregte sofort Aufsehen, weil sie sich für viele verschiedene Forschungsbereiche eignen würde. Durch die Untersuchung der Verteidigungs- und Wachstumsmechanismen des Pilzes könnten Technologien geschaffen werden, die Mensch und Tier in hoch radioaktiven Umgebungen wirksam schützen können. Oder, wenn er im Weltraum „angebaut“ würde, könnte der Pilz während der Missionen zu einer zusätzlichen Energiequelle werden. Und, wiederum zum Thema Energie, könnte er uns helfen, neue Grenzen für die Kernkraft zu öffnen, die Sicherheit von Kraftwerken zu erhöhen und unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen weiter zu verringern.ADVERTISEMENT

image: pexels

Darüber hinaus würde der Pilz auch zeigen, dass es Organismen geben könnte, die in Umgebungen mit einer sehr hohen Strahlungskonzentration überleben, was neue Szenarien bei der Suche nach außerirdischen Lebensformen eröffnet.

Source:

https://www.curioctopus.de/read/25173/tschernobyl:-im-kernreaktor-wachst-ein-pilz-der-der-strahlung-widersteht-und-sich-von-ihr-zu-ernahren-scheint?fbclid=IwAR1bHP6GEyta-vH8-zYdyTWEqB0h1vD5yHFzbdRqVcB8PCXGo_G7xcuIMlA

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