So verheimlicht China die wahre Zahl der Coronavirus-Todesfälle

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Die Welt hat immer noch ein unangenehmes Gefühl wenn wir auf das Jahr 2003 Rückblicken, als Peking wochenlang lügen und das volle Ausmaß der SARS-Epidemie verbergen wollte, um keine soziale Panik zu riskieren.

von  Tyler Durden

Sicherlich hat China diesmal sein Bestes getan, um so zu tun, als hätte es aus der Vergangenheit gelernt, und es ist so transparent, dass sogar Präsident Xi Jinping nach einer Sondersitzung davor warnte, dass das Land vor einer „ernsten Situation“ steht und dass sich die Ausbreitung des tödlichen Virus beschleunigt.

Nachdem er seit dem Ausbruch des Virus weitgehend geschwiegen hatte, berief Xi am Samstag eine Sondersitzung mit dem siebenköpfigen Ausschusses des Politbüros ein, in der er eine zentralere Reaktion auf die Epidemie forderte und die persönliche Verantwortung bei der Bewältigung der Krise geltend machte.

„Wenn eine Epidemie ausbricht, wird ein Befehl erteilt. Es liegt in unserer Verantwortung, sie zu verhindern und zu kontrollieren“, sagte Xi nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua.

Er forderte den neuen hochrangigen Ausschuss auf, „sich mit den Bedenken innerhalb und außerhalb des Landes zu befassen“, wobei er indirekt auf die wachsende globale Besorgnis über die Epidemie verwies, die Herr Xi als eine „ernste Situation“ bezeichnete. „Wir können den Kampf zur Eindämmung der Epidemie definitiv gewinnen“, schwor er.

Das bleibt abzuwarten: Wie wir bereits berichteten, hat das Coronavirus in China – das mittlerweile über 56 Millionen Menschen unter Quarantäne gestellt hat, mindestens 41 Menschen getötet und über 1.400 infiziert.

Ein britischer Forscher hat vorausgesagt, dass das Coronavirus in weniger als zwei Wochen über 250.000 Menschen allein in China infizieren würde, was die Befürchtung schürt, dass China wieder einmal versuchen wird, die wahren Probleme der Krankheiten zu verschleiern, bis es dann mal irgendwann zu spät ist.

Anstelle das Coronavirus als Todesursache für eine unbekannte Zahl von Todesopfern in Wuhan anzugeben, schreiben Chinas Gerichtsmediziner und Krankenhäuser den Tod lediglich der „viralen Lungenentzündung“ zu, und damit ist der Fall für sie abgeschlossen.

So schreibt das WALLSTREET-JOURNAL:

Ein 53-jähriger Fitnesstrainer starb am Mittwoch, nachdem er etwas mehr als eine Woche zuvor in einem Krankenhaus in Wuhan eingeliefert worden war, so erzählte seine Nichte.

Seine Familie hatte erwartet, dass der Totenschein das tödliche Coronavirus aufzeigen würde, denn als sich sein Zustand verschlechterte, teilten seine Ärzte seiner Familie mit, dass er an einem nicht heilbaren Virus in den Lungen leide.Stattdessen habe man als Todesursache eine „schwere Lungenentzündung“ vermerkt, sagte sie.

Auch die Angehörigen zweier anderer Personen, die diese Woche in getrennten Krankenhäusern in Wuhan starben, beschrieben ähnliche Situationen und sagten, die Todesursache sei als „virale Lungenentzündung“ angegeben worden.

Warum wird das gemacht? Alle Angehörigen der drei verstorbenen bestätigen, das so die offizielle Zählung von den Todesfällen die dem Virus zugeschrieben worden sind tief gehalten werden kann.

Und auf diese Weise unterdrückt China die Todesratte des Virus und hält die Sterblichkeitsrate des Coronavirus künstlich niedrig:

„Es wird wahrscheinlich ein Vielfaches höher sein als die Fälle die in Wuhan als offiziell bestätigt wurden“, sagte Neil Ferguson, ein Krankheitsmathematiker am Imperial College London, der sich der Prognose von Jonathan Read anschloss und schätzt das es bis zu 4.000 Menschen in Wuhan infiziert haben könnte.

„Offensichtlich sind die Krankenhäuser überfordert.“

Noch schlimmer ist, dass, wenn es tatsächlich bereits 4.000 injizierte Fälle gibt, das die zuvor diskutierte Prognose von 250.000 Fällen bis zum 4. Februar um die Hälfte zu optimistisch sein könnte.

Die offiziellen Zahlen werden um einiges niedriger angegeben: Am Samstagmorgen, Ortszeit, war die Zahl der bestätigten globalen Infektionen auf mindestens 1.438 angestiegen und hatte sich damit gegenüber dem Vortag fast verdoppelt.

Chinas Aussage, dass es die Beamten für alle Verzögerungen oder Versäumnisse bei der Meldung von Fällen zur Verantwortung ziehen würde hat anscheinen null Auswirkungen.

Wie das WSJ berichtet, „haben einige chinesische Reporter vor Ort in Wuhan gesagt, sie hätten Fälle gefunden, die nicht in die offizielle Berichterstattung aufgenommen wurden.

Das Wirtschaftsmagazin Caixin berichtete Anfang Januar, dass ein Arzt in Wuhan infiziert wurde, 11 Tage bevor die Beamten bestätigten, dass das medizinische Personal infiziert war.

Die Peking Nachrichten berichtete diese Woche, dass viele Patienten nicht offiziell als Träger des neuen Virus bezeichnet wurden, obwohl ihre Ärzte und Krankenschwestern dem wiedersprachen“.

Dennoch kann es einen legitimen Grund dafür geben, dass die tatsächliche Zahl zu niedrig angegeben wird, weil die Anzahl der tatsächlichen Fälle für die einheimischen Ärzte einfach zu viel ist, um mitzuhalten:

Das staatliche chinesische Fernsehen zitierte Ärzte in Wuhan wie folgt:

die Zahl der Patienten mit Fieber sind zu hoch um gleich behandelt werden zu können, da die Patienten die ins Krankenhaus eingeliefert wurden, den Test für Virenerkrankungen nicht gleich erhalten haben, weil die Proben zuerst an die Provinzbüros des chinesischen Zentrums für Krankheitskontrolle geschickt werden mussten.

Das wird sich aber bald ändern. Das chinesische Gesundheitsministerium aktualisierte am Donnerstag sein Protokoll zur Identifizierung von Infektionen mit einem vereinfachten Verfahren zur Registrierung von Fällen als Verdachtsfälle oder bestätigte Fälle.

Eine frühere Version, die vom Journal eingesehen werden konnte, erforderte mehrere Testschritte, bevor ein Patient als Verdachtsfall bezeichnet werden konnte.

Doch trotz dieser mildernden Umstände scheint es, dass der zugrunde liegende Anreiz darin besteht, das wahre Ausmaß der Epidemie so lange wie möglich tief zu halten.

Eine 63-jährige Rentnerin in Wuhan, verstarb am Dienstag, wie ihr Neffe dem Wall Street Journal (WSJ) mitteilte. Die Sterbeurkunde, die von der Zeitung eingesehen werden konnte, zeigt die Todesursache die als „Lungenentzündung“ bezeichnet wurde.

Die Ärzte des Krankenhauses die sie behandelte, sagten der Familie, dass sie das neue Coronavirus habe, der Neffe der verstorbene sagte aus, das sie nicht als Fall der Viruserkrankung gezählt wurde. Beijing News berichtet auch von diesem Fall.

In einem anderen Vorfall war ein 72-jähriger ehemaliger Arzt drei Tage lang im Krankenhaus, bevor er am Dienstag starb, sagte sein Neffe. Die Ärzte sagten der Familie, er habe sich eine virale Lungenentzündung zugezogen.

Die Nichte sagte, dass ihr Onkel, Fitnesstrainer ist und Anfang Januar zum ersten Mal Symptome einer seiner Meinung nach gewöhnlichen Erkältung bemerkte, die er sich bei einem Bankett zugezogen hatte.

Anfangs achtete er nicht besonders darauf, aber ein paar Tage später beschloss er ins Krankenhaus zu fahren, nachdem er beim Husten Blut gespuckt hatte. Seine Nichte sagte, er sei nie auf einem Lebensmittelmarkt gewesen, der als das Epizentrum des Virus gilt.

Sie erzählte weiter: „Der Arzt sagte uns wiederholt, dass er sich die virale Lungenentzündung eingefangen habe, die kein Medikament behandeln könne“. Das Immunsystem eines Patienten sei die einzige Verteidigung, die Familie sei informiert.

„Aber nach seinem Tod stand auf dem Totenschein nur ’schwere Lungenentzündung’“, und sie fügte hinzu, dass sie erwartet hatte, dass die Aufzeichnungen das neu entdeckte Coronavirus widerspiegeln würden.

Der Onkel sei am Mittwoch in die Abteilung für Infektionskrankheiten verlegt worden, sagte die Nichte. Stunden später wurde die Familie informiert, dass sein Zustand kritisch sei.

Zwei Tage nach dem Tod ihres Onkels gab das chinesische Gesundheitsministerium die Profile von 39 Todesfällen in Hubei aufgrund des neuen Virus heraus, wobei zwei Todesfälle in anderen Provinzen aufgelistet wurden. Sie konnte ihren Onkel nicht auf der Liste finden.

Da Hunderte, wenn nicht gar Tausende Einwohnern Wuhans an „schwerer Lungenentzündung“ statt am Coronavirus sterben, muss man sich sich fragen, ob die Coronavirus-Epidemie als diese als wahre Todesursache bekannt war , die Sterblichkeitsrate von 4%, wie Dr. Jonathan Read berechnet hat, vielleicht im zweistelligen Bereich liegen könnte.

SARS lag bei 11% , was diese Epidemie zu einer der tödlichsten Epidemien der Geschichte macht.

Übrigens erinnert hier an das, was passiert ist, als Chinas Versuche, das ganze Ausmaß der SARS-Epidemie von 2003 zu vertuschen, aufgedeckt wurden:

Ein chinesischer Arzt, der die Vertuschung des chinesischen SARS-Ausbruchs im Jahr 2003 aufgedeckt hat, wurde von Reisen in die Vereinigten Staaten ausgeschlossen, um einen Menschenrechtspreis zu erhalten, sagte ein Freund des Arztes und eine Menschenrechtsgruppe diese Woche.

Der Arzt Jiang Yanyong, ein pensionierter Chirurg in der Volksbefreiungsarmee, wurde von der New York Academy of Sciences mit dem Heinz R. Pagels Human Rights of Scientists Award ausgezeichnet.

Seine armeenahe Arbeitseinheit, Pekings Krankenhaus 301, verweigerte ihm die Erlaubnis, zur Preisverleihung im September zu reisen, sagte Hu Jia, ein chinesischer Rechteförderer, der ein Freund von Dr. Jiang ist, am Donnerstag.

Dr. Jiang erlangte 2003 internationale Bekanntheit, als er in einem Brief an internationale Nachrichtenorganisationen enthüllte, dass mindestens 100 Menschen in Pekinger Krankenhäusern wegen eines schweren akuten Atemwegssyndroms (SARS) behandelt wurden.

Damals behaupteten die chinesischen medizinischen Behörden, dass die ganze Nation nur eine Handvoll Fälle der Krankheit hatte.

Die Enthüllung veranlasste Chinas Spitzenpolitiker zuzugeben, dass sie falsche Informationen über die Epidemie geliefert hatten. Der Gesundheitsminister und der Bürgermeister von Peking wurden von ihren Ämtern entfernt.

Ist es diesmal anders?

Quelle

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