Pulitzer-Preisträger fordert in „New York Times“ den Rücktritt von „Wirrkopf“ Merkel

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New York – Nach der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten erhob die „New York Times“ Angela Merkel zur „letzten Verteidigerin des freien Westens“. Doch nun ist die Kanzlerin selbst für die linksliberale Zeitung nur noch ein „Wirrkopf“, der zurücktreten müsse. Merkel werde als „Zerstörerin der EU“ in die Geschichte eingehen.

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Pulitzer-Preisträger Bret Stephens überschreibt seinen Kommentar mit „Warum Merkel gehen muss“. Die Kolumne hat es in sich. Nachdem der Autor ihre gesamte Fehlerkette in der Flüchtlingskrise, der EU-Politik und in der Innenpolitik aufgezählt hat, kommt Stephens zu dem Schluss: „Der Einsatz ist zu hoch, als dass ein Wirrkopf wie Merkel im Amt bleiben könnte.“

Die Bundeskanzlerin habe ihre Partei zu sehr „nach links geschleppt“, und die CSU habe sie auf diesem Weg mitgenommen. „Damit hat sie die AfD für traditionelle konservative Wähler zu einer Möglichkeit gemacht.“ Merkels Einwanderungspolitik bezeichnet er als „chaotisch“ . Diese habe den EU-Skeptikern überall in Europa Auftrieb gegeben. Er nennt konkret die FPÖ in Österreich, die Lega in Italien und die Schweden-Demokraten. Polen, Tschechien, Ungarn, Dänemark und die Slowakei müsste man noch ergänzen.

„Merkels Versagen ist, dass sie aufhörte, konservativ zu sein.“

Millionen von Migranten hereinzulassen, es abzulehnen, den Zustrom zu „deckeln“ und dann von den anderen europäischen Ländern zu verlangen, die Flüchtlinge aufzunehmen, habe auch den Brexit-Befürwortern „die Symbolik gegeben, die sie brauchten, um ihren Volksentscheid zum Erfolg“ zu führen. Der Star-Journalist fasst zusammen: „Merkels Versagen ist, dass sie aufhörte, konservativ zu sein.“

Stephens spricht auch ein vernichtendes Urteil über den Zustand der Europäischen Union: Das Projekt der wirtschaftlichen Liberalisierung  sei zu einem Beispiel von Überregulierung und technokratischem Mikromanagement verkommen. Schon die Plebiszite in Frankreich, den Niederlanden und Irland gegen eine europäische Verfassung hätten den Eurokraten eine Warnung sein müssen, meint Stephens. Die Stimme des Volkes sei aber von den Regierungschefs in Berlin, London und Paris ignoriert worden. „Dann kam die Schuldenkrise. Und die Flüchtlingskrise. Und das Massaker im Bataclan. Und der Brexit“, fasst der Autor das Auseinanderfallen der EU zusammen.

Das einst stabile Deutschland sei von dieser Stimmung infiziert worden. Denn diese Krisen hätten auch Deutschland mit voller Wucht getroffen – vor allem die Flüchtlingswelle. Dabei habe Merkel fast alles falsch gemacht.

„Zerstörerin der EU“

Ihre „Bewunderer“ sprächen über Merkel zwar immer noch von ihr „als dem letzten Löwen Europas, dem einzigen Führer mit einer Vision und der Kraft, die EU zu retten“. Aber – und dann wird die „New York Times“ überdeutlich: „So wie die Dinge jetzt stehen, ist es wahrscheinlicher, dass man sich an sie als die unabsichtliche Zerstörerin der EU erinnern wird.“ Je länger sie im Amt bleibe, desto mehr würden ihre rechten Gegner an Stärke gewinnen: „Und sind 13 Jahre im Amt nicht mehr als genug?“ (WS)

Quelle : https://www.journalistenwatch.com/2018/07/09/pulitzer-preistraeger-new/

 

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