Iss das nicht! Diese Lebensmittel haben die höchsten Pestizidrückständ

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Helfen Sie dabei, die zu informieren, die Ihnen nahe stehen. Würden Sie Obst essen, wenn Sie wüssten, dass 22 verschiedene Pestizide in nur einer Frucht gefunden wurden?

Eigentlich sollten Obst und Gemüse wichtige Nährstoffe und Vitamine enthalten, doch während diese immer weniger werden, nehmen die für den Menschen gefährlichen Unkrautvernichter zu. Schon erschreckend: In rund 80 Prozent konventionell produziertem Obst und Gemüse sind Pestizide nachweisbar.

Dass Pestizide für Menschen gesundheitsschädlich sind,  bestreitet heute niemand mehr…

…und doch werden immer mehr Rückstände in Obst und Gemüse gefunden. Mehr als die Hälfte der Früchte und des Gemüses aus Spanien beinhaltet chemische Rückstände. Ein großer Betrug wurde in Sizilien entdeckt. Anstatt ökologisch, wofür die Unternehmen eine Millionen Euro an öffentliche Mittel vom Staat und der EU erhalten haben, wurde unter Benutzung von traditionellen Pestiziden gezüchtet. Und auch in der Türkei war der Pestizidlevel  in Früchten und Gemüse zu hoch. Pestizide schützen Ernten vor Schäden, was dazu beiträgt, dass Lebensmittel erschwinglich bleiben und die Gesundheit des Menschen gefährden.

Iss das nicht! Diese Lebensmittel haben die höchsten Pestizidrückstände

Frische Lebensmittel aus dem Supermarkt und Obstläden enthalten potenziell gefährliche Dosen von Chemikalien und mindestens eine, die verboten ist.

Schon erschreckend, wenn man sich mit dem Thema Pestizide in Obst und Gemüse beschäftigt. Bereits vor einigen Jahren schrieben wir: Pestizide – „Mord auf Raten“! und anstatt weniger, werden mehr Pestizide verwendet. Die Forschung zeigt, dass Pestizide zu einer Vielzahl von Gesundheitsproblemen beitragen, darunter Krebs, Lungenkrankheiten, Fortpflanzungsproblemen und möglicherweise Störungen des endokrinen Systems und des Immunsystems. Besonders Kinder sind gefährdet, denn sie nehmen Pestizide schneller auf. Tierversuche zeigen, dass Pestizide permanente Veränderungen in der Gehirnchemie verursachen können, die zu Verhaltensstörungen, Lernschwierigkeiten und sogar zu Langzeitschäden des Gehirns und des Nervensystems führen können.

Gibt es keine Vorschriften, um mein Kind vor Pestiziden in Lebensmitteln zu schützen?

Die Environmental Protection Agency (EPA) zum Beispiel setzt Grenzwerte für die Menge an Pestiziden, die auf Feldfrüchten verwendet werden dürfen. Die Grenze hängt davon ab, wie giftig ein bestimmtes Pestizid ist, wie viele Rückstände auf der Ernte verbleiben und wie viel der Ernte ein Verbraucher wahrscheinlich isst.

Ein Bericht der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bestätigt, dass bis zu 64% der Mandarinen, 60,5% der Orangen und 57,6% der Birnen diverse Pestizide in einem einzelnen Stück enthalten. Spanien ist das Land, in dem die meisten Pestizide benutzt werden, 78.000 Tonnen pro Jahr,” prangert die die Kampagne ‘Hogar sin tóxicos’ an. Es wird auch kritisiert, dass die Regulation der Risiken, die diese Chemikalien mit sich bringen, den „Cocktail-Effekt” nicht berücksichtigen und sich nur auf das Expositionsrisiko durch ein bestimmtes Pestizid in dem Moment fokussieren. Auf Grund der „Untätigkeit“ der europäischen Kommission wird gefordert, Maßnahmen zu ergreifen, die andere Länder bereits vornehmen, um die Chemikalien in der Ernte zu reduzieren.

Die Verbraucher sind nie nur einem einzigen Pestizid ausgesetzt, denn in Birnen, Äpfeln und anderen Früchten und Gemüse können Rückstände von gleich mehreren verschiedenen Pestiziden vorkommen und keiner weiß, wie sich dieser „toxische Cocktail“ auf den Menschen wirklich auswirkt, weil keiner es wirklich überprüft.

War Ihnen zum Beispiel bekannt, dass Feldsalat deutlich mehr schädliche Stoffe als andere Gemüsesorten enthält? Damit Feldsalat in Massen auf den Tellern landen kann, wird dieser gegen Schädlinge gespritzt. Je nach Produzent bleiben mehr oder weniger Rückstände zurück. Schalen von Äpfeln haben viele Nährstoffe. Aber auf Apfelschalen sind auch die meisten Schädlingsbekämpfungsmittel enthalten. Mittlerweile forschen Wissenschaftler, wie man Pestizide von den Äpfeln entfernen kann. In einer neuen Studie raten Wissenschaftler, Pflanzenschutzmittel vor dem Verzehr mit Natron von Obst zu entfernen. Nur Leitungswasser würde nicht reichen.

Eine neue Studie, die in der Zeitschrift  Agricultural and Food Chemistryveröffentlicht wurde, hat herausgefunden, dass Natron viel mehr Pestizide von der Oberfläche eines Apfels entfernen könnte als nur Leitungswasser oder eine Bleichmittelspülung.

Nach einem 15-minütigen Einlegen in Natron waren fast alle Chemikalien von der Oberfläche entfernt. Jedoch sind einige in den Apfel selbst absorbiert. Nicht einmal das Natron konnte diese entfernen.

Tesco ist eine britische, weltweit vertretene Supermarktkette. In einer aktuellen Schlagzeile: Tesco Spinat Pestizid in China 70 mal über dem Limit. Da auch in Deutschland immer mehr Obst und Gemüse aus China in den Regalen landet oder in Tiefkühlkost, hier der Hinweis, dass auf Grund von übermäßigen Mengen an Pestizidrückständen Gemüse aus China in Shanghai aus den Regalen entfernt werden musste. Ein Bund Sellerie, das von Shanghai Jiangqiao Wholesale Market geliefert wurde, enthielt pro Kilogramm 3,6 Milligramm Chlorpyrifos-Rückstand – 71 mal über dem nationalen Standard. Chlorpyrifos ist ein Insektizid, das für Menschen giftig sei, sagten Experten. Seine Exposition wurde mit neurologischen Effekten und Autoimmunerkrankungen verbunden. Fehler bei der Kontrolle der Menge der verwendeten Pestizide und der zu frühen Ernte und dem Verkauf von Gemüse nach dem Einsatz von Pestiziden sind beides Ursachen für den übermäßigen Chlorpyrifos-Rückstand.

Eigentlich sollten Obst und Gemüse wichtige Nährstoffe und Vitamine enthalten, doch während diese immer weniger werden, nehmen die für den Menschen gefährlichen Unkrautvernichter zu. Schon erschreckend: In rund 80 Prozent konventionell produziertem Obst und Gemüse sind Pestizide nachweisbar.

Neben Blei, Arsen, Quecksilber, Chrom und Radionukleiden gehören Pestizide zu den sechs gefährlichsten Umweltgiften der Welt und genau die essen Sie? Eine Studie der Universität Stanford hat belegt, dass im Urin von Kindern, die sich ökologisch ernähren, weniger Pestizidrückstände zu finden sind, als von Kindern, die konventionelle Lebensmittel verzehren. Wer sich gesund ernähren möchte, sollte diese Obst- und Gemüsesorten meiden. Die Anzahl der Chemikalien, die auf Supermarkt-Gemüse gesprüht werden, ist 17 mal so hoch wie noch vor 40 Jahren.Die Bio-Lebensmittelindustrie und Wissenschaftler warnen die Verbraucher davor, dass sie einem „toxischen Cocktail“ an Pestiziden ausgesetzt seien.

Bei Zwiebeln und Lauch zeigte sich der größte Anstieg der Anzahl an verwendeten Chemikalien. Von 1,8 in 1999 steigerten sich die Zahlen auf 32,6 in 2015, was der 17-fachen Menge entspricht. Auf Kartoffeln werden inzwischen fünf mal so viele Chemikalien gesprüht. 1975 waren es noch 5,3, 2014 dann 30,8.

Kennen Sie das Dirty Dozen?

Berücksichtigen Sie beim Einkauf und bei der Herstellung von Produkten das „Dirty Dozen“ der Environmental Working Group. Diese Liste der Obst- und Gemüsesorten mit den höchsten und niedrigsten Pestizidrückständen basiert auf den Ergebnissen von 60.700 Tests, die von der USDA und der US-amerikanischen Food and Drug Administration gesammelt wurden. Da Obst und Gemüse aus unterschiedlichen Ländern kommen und sowohl in den USA als auch in Europa verkauft werden, dürfte diese Liste auch hier stimmen.

Die am stärksten belasteten Sorten werden zusätzlich als «Dirty Dozen» («Dreckiges Dutzend») aufgeführt. Bei ihnen sollten Konsumenten besondere Vorsicht walten lassen. Das heißt: Die Produkte sollten am besten saisonal und regional eingekauft werden.

Im Jahr 2017 umfasste die Liste Erdbeeren, Spinat, Nektarinen, Äpfel, Pfirsiche, Sellerie, Birnen, Kirschen, Tomaten, Paprika, Kartoffeln und TRAUBEN!

Jedes dieser Lebensmittel wurde auf eine Reihe von Pestizidrückständen positiv getestet und enthielt höhere Konzentrationen von Pestiziden als andere Produkte. Birnen und Kartoffeln waren Neuzugänge im „Dreckigen Dutzend“ und verdrängten Kirschtomaten und Gurken von der letztjährigen Liste. Siehe EWG’s 2017 Shopper’s Guide to Pesticides in Produce™

2018 Dirty Dozen“: Eine Probe hatte 22 verschiedene Pestizide!

Die Environmental Working Group hat ihren jährlichen Bericht „Dirty Dozen“ veröffentlicht, in dem die mit Pestiziden verseuchten Früchte und Gemüse hervorgehoben werden. Hier sind sie, in umgekehrter Reihenfolge. Klicken Sie hier für den vollständigen Einkaufsführer 2018 für Pestizide in Erzeugnissen.

12. Paprika: Laut  EWG enthalten fast 90 Prozent der konventionellen süßen Paprika-Proben Pestizidrückstände.

11. Kartoffeln: Diese hatten gemäß EWG mehr Pestizidrückstände als jedes andere Getreide.

10. Sellerie: Mehr als 95 Prozent der Proben waren positiv.  Bis zu 13 verschiedene Pestizide wurden auf einer Probe von Sellerie gefunden.

9. Tomaten: Im Durchschnitt wurden fast vier Pestizide auf der konventionell angebauten Tomate gefunden. Eine Probe hatte 15 verschiedene Sorten von Pestiziden.


8. Birnen: EWG fand relativ hohe Konzentrationen von mehreren Pestiziden einschließlich Insektiziden und Fungiziden. Die meisten getesteten Proben hatten mindestens fünf oder mehr verschiedene Pestizidrückstände.

7. Kirschen: Bei konventionellen Kirschproben wurden durchschnittlich fünf Pestizide nachgewiesen, sagt EWG. Fast ein Drittel hatte Iprodione, ein mögliches krebserregendes Schädlingsbekämpfungsmittel, das in Europa verboten ist.

6. Pfirsiche: Nachweisbare Pestizidrückstände waren bei mehr als 99 Prozent der konventionellen Pfirsiche offensichtlich, sagt EWG. Die Proben ergaben durchschnittlich vier Pestizidrückstände.

5. Trauben: Mehr als 96 Prozent der Proben wurden positiv auf Pestizidrückstände getestet (durchschnittlich fünf).

4. Äpfel: EWG stellte fest, dass 90 Prozent der getesteten Proben nachweisbare Pestizidrückstände aufwiesen. Acht Prozent von ihnen enthielten Diphenylamin, das auch in Europa verboten ist.

3. Nektarinen: EWG fand zwei oder mehr Pestizide in fast 94 Prozent der Proben. Eine Probe enthielt 15 verschiedene Pestizide.


2. Spinat: Bei 97% der getesteten Spinatproben waren Pestizide nachweisbar. Die Gruppe sagt, dass die Konzentrationen von Permethrin, einem neurotoxischen Insektizid, im Vergleich zu den anderen relativ hoch waren.

1. Erdbeeren: Ein Drittel der Proben hatte nach EWG 10 oder mehr Pestizidrückstände. Eine Probe hatte 22 verschiedene Arten von nachweisbaren Pestiziden.

Helfen Sie dabei, die zu informieren, die Ihnen nahe stehen – Leider sind sich viele Menschen nicht der Menge an Pestiziden bewusst, der sie täglich durch ihre Ernährung ausgesetzt sind. Unglücklicherweise wurde DDT einfach durch andere ebenfalls unsichere und ungetestete Chemikalien ersetzt.

In der heutigen globalisierten Welt ist es nicht undenkbar, dass man viele Nahrungsmittel aus fernen Ländern zu sich nimmt. Dass wir diese Produkte genießen können, ist zu einem großen Teil dem erweiterten Pestizideinsatz in den Entwicklungsländern zu verdanken. Um die Qualität und Quantität von Obst, Gemüse und Getreide zu erhalten, werden jährlich rund 3,5 Milliarden Kilogramm Pestizide eingesetzt – ein Sammelbegriff für Herbizide, Insektizide und Fungizide, die von der Aussaat  bis zur Ernte eingesetzt werden. Herbizide wie Monsantos Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat machen den Großteil der weltweit eingesetzten Pestizide aus.

Pestizide werden weltweit massiv in der Landwirtschaft eingesetzt. Allein in Deutschland sind es über 46 000 Tonnen pro Jahr. 2017 forderte der Sonderberichterstatter über das Recht auf Nahrung der Vereinten Nationen in einem Bericht  eine Zeitenwende in der Landwirtschaft und beim Pestizideinsatz.

Der Grund: Pestizide hätten katastrophale Auswirkungen auf die Umwelt, die menschliche Gesundheit und nicht zuletzt auf die Gesellschaft als Ganzes.

  • Ein Bericht der internationalen Vereinigung für Gynäkologie und Geburtshilfe (FIGO), die diese Berufsgruppe in 125 Ländern vertritt, warnt, dass chemische Belastungen z. B. durch Pestizide eine massive Bedrohung für die Gesundheit und die Fortpflanzung der Menschen darstellen.
  • Eine andere Studie fand heraus, dass Roundup die Entwicklung des weiblichen Uterus bei Ratten negativ beeinflusst und das Risiko sowohl für Unfruchtbarkeit als auch Gebärmutterkrebs erhöht.
  • Aufgepasst: Grenzwerte für Glyphosat im Essen wurden angehoben. Obwohl einige der Studien, die die ernstzunehmende Gesundheitsgefährdung durch Glyphosat beweisen, schon viele Jahre alt sind, hob die EPA (die amerikanische Behörde für Umweltschutz) mitten in der Diskussion um die Sicherheit von Glyphosat im Jahr 2013 die Grenzwerte für Glyphosat sowohl in der Nahrung als auch in Futterpflanzen für Tiere einfach an.

Die amerikanische Biologin Rachel Carson schrieb 1962 das bahnbrechende Buch „Stiller Frühling“ (Silent Spring), in dem sie vor der verheerenden Wirkung von DDT (Dichloro-Diphenyl-Trichloroethan) auf die Umwelt und der naheliegenden Schädigung der menschlichen Gesundheit warnte.

Nachdem die Insektizide Gamma-hexachlorcyclohexan (Lindan) und Dichlordiphenyltrichlorethan (DDT) und der Unkrautvernichter 2,4-Dichlorphenooxyessigsäure (2,4-D), alles in der Landwirtschaft schon seit vor dem 2. Weltkrieg breitflächig eingesetzte Chemikalien, genau erforscht und die Untersuchungen ausgewertet waren, hat die Sonderkommission für Krebsforschung der WHO alle 3 Chemikalien als krebserregend festgestellt.

Nicht nur, dass der Report alle 3 Herbizide für tödlich befand, nein, sie können auch der Welt genau mitteilen, welcher Krebs direkt zusammenhängt mit:

  • Lindan:   Non-Hodgkin Lymphom (NHL)
  • DDT:       Leber-, Brust- und Hodenkrebs, auch wird das Immunsystem geschwächt
  • 2,4-D:     Auch wenn die Warnungen für dieses Herbizid weniger alarmierend sind, stufen die Forscher 2,4-D dennoch als vermutlich krebserregend ein. Sie berichteten außerdem, dass es oxidativen Stress verursacht und ebenfalls die Immunabwehr schwächt, beides bekannte Auslöser für die Entwicklung von Krebszellen.

Jeder kann durch Pestizide geschädigt werden, aber wenn Sie eine Frau im gebärfähigen Alter sind oder junge Kinder haben, ist es besonders wichtig, Maßnahmen zu treffen, um Ihre Belastung zu reduzieren. Idealerweise sollte natürlich die gesamte Nahrung, die Sie und Ihre Familie essen, organisch erzeugt worden sein.

Quelle : http://dirtyworld1.wordpress.com

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