Höcke: Deutsche sollen höhere Renten erhalten als Zuwanderer No ratings yet.

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Die Umgestaltung des Alterssicherungssystems hin zu einer angeblich kapitalgedeckten Rentenversicherung wird an der Altersarmut wenig ändern. Während die gesetzliche Rentenversicherung weniger als zwei Prozent Verwaltungskosten verursacht, würden diese bei Finanzkonzernen 20 Prozent und mehr betragen, da hier auch Manager, Versicherungsmakler und Aktionäre zulangen.

Wie der Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer einmal sagte: «Es ist so, als ob wir auf einer Ölquelle sitzen.» Beginnt ein Arbeitnehmer mit 30 mit dem Ansparen für die sogenannte Riester-Rente, müsste er in der Regel über 90 Jahre alt werden, um seine eingezahlten Beiträge samt Zinsen zurückzubekommen.

Produktivität schlägt Demografie

Begründet wird die Privatisierung der Altersvorsorge mit dem sogenannten demografischen Wandel. Doch bereits zwischen 1900 und 2005 hat sich der Anteil der über 65-Jährigen von etwa fünf auf fast 19 Prozent der Bevölkerung nahezu vervierfacht. Trotzdem stiegen die Renten in diesem Zeitraum massiv. Das war möglich, weil wir mittels Technik immer mehr Güter in immer kürzerer Arbeitszeit herstellen konnten.

Der Produktivitätsfortschritt lässt die Wirtschaft wachsen – und das auch bei einer schrumpfenden Bevölkerung. Um es bildlich zu verdeutlichen: Von Jahr zu Jahr wird der Geburtstagskuchen größer, aber jedes Jahr kommen weniger Geburtstagsgäste. Warum sollten die Kuchenstücke pro Kopf also nicht noch größer werden können?

Allerdings muss sich die steigende Produktivität auch in höheren Löhnen widerspiegeln – wie in den Zeiten der sozialen Marktwirtschaft in der alten Bundesrepublik. Das ist seit Mitte der 1990er Jahre nicht mehr der Fall. Durch Hartz IV, Abbau von Kündigungsschutzrechten und ähnliche Neuerungen wurde die Verhandlungsposition der Arbeitnehmer massiv verschlechtert. Die Folge: Eine miserable Reallohnentwicklung seit über zwei Jahrzehnten.

Wären die Arbeitnehmer seit 1995 weiterhin mit höheren Gehältern so am Produktivitätsfortschritt beteiligt worden, wie das in der alten Bundesrepublik der Fall war, hätten sie addiert über zwei Billionen Euro mehr erhalten – und auf diese höheren Gehälter wären auch dementsprechend höhere Beiträge in die Rentenversicherung eingezahlt worden, fast 400 Milliarden Euro. Nur gute Löhne ermöglichen gute Renten – nicht Privatisierung oder gar Masseneinwanderung. Daraus leiten sich folgende Forderungen ab:

1. Das Rentenniveau muss von derzeit 48 auf 50 Prozent erhöht werden, auch über das Jahr 2045 hinaus. Ein Durchschnittsverdiener erhielte dadurch im Jahr 2030, in heutiger Kaufkraft gerechnet, etwa 170 Euro höhere Ruhestandsbezüge im Monat als bei der derzeitigen Rechtslage.

2. Wir brauchen einen Staatsbürgeraufschlag. Jeder Deutsche mit 35 Beitragsjahren (Kindererziehungs- und Pflegezeiten werden anerkannt) bekommt einen steuerfinanzierten Bonus. Damit wird sichergestellt, dass ein angemessener Abstand zur Grundsicherungsschwelle erreicht wird. Durchschnittlich erhält jeder Anspruchsberechtigte ein Plus in Höhe von 185 Euro.

3. Wer für Nachwuchs sorgt, muss belohnt werden. Pro Neugeborenem bis zum dritten Kind sinkt der Beitragssatz um einen Punkt. Neben der sofortigen Besserstellung von Eltern während der Zeit ihrer Berufstätigkeit werden sie auch im Rentenalter belohnt: Für das erste Kind gibt es eine Zusatzrente in Höhe von 95 Euro, für das zweite noch einmal 100 Euro und für das dritte weitere 125 Euro.

Quelle :https://www.compact-online.de/hoecke-hoehere-renten-fuer-deutsche-als-fuer-zuwanderer/

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