Goldman Sachs: Heilung ist schlecht fürs Geschäft

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Nach Informationen eines amerikanischen Nachrichtensenders empfehlen Analysten von Goldman Sachs der Biotech-Branche, lieber nicht in kurative Therapieansätze zu investieren. In dem Marktbericht „Die Genom-Revolution” erklärt die Investmentbank, weshalb Heilung den Geldfluss beeinträchtigen kann.  

Innovative Therapien, die zur vollständigen Heilung führen, sind nach allgemeinem Verständnis erstrebenswert. Die Investmentbank Goldman Sachs scheint anderer Meinung zu sein und stellt in ihrer aktuellen Marktstudie vom 10. April 2018 die provokante Frage: „Lohnt es sich, Menschen zu heilen?“ „Vor wenigen Tagen berichtete der amerikanische Finanznachrichtensender „Consumer News and Business Channel“ (CNBC)  über „Die Genom-Revolution“, welche aktuelle Empfehlungen der Investmentbank für ausgewählte Kunden aus der Biotechnologiebranche bereit hält.  

In dieser Studie schreibt die Goldman Sachs Analystin Salveen Richter: „Das Potential, Behandlungen zu entwickeln, die schon nach einer Anwendung die Heilung vollbringen, ist der attraktivste Aspekt der Gentechnik. Allerdings sind solche Behandlungen ganz anders zu betrachten, wenn es darum geht, ein bleibendes Einkommen zu erzielen.“

Herausforderung für den Cash-Flow

Für Goldman Sachs schmälern Behandlungen, die zu einer kausalen Heilung führen, den langfristigen Geldfluss (Cash-Flow). Als Beispiel zitierte Richter ein Hepatitis C-Arzneimittel von Gilead Sciences, das Heilungsraten von 90 Prozent bewerkstelligt.  

Nach anfänglichem Umsatzhoch sanken die Einnahmen für das Biotech-Unternehmen, meinte die Finanzexpertin. „Bei Infektionskrankheiten wie beispielsweise Hepatitis C verringert die Heilung die Zahl der verfügbaren Patienten sowie der Virusüberträger“, erläuterte Richter.

Quelle : https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2018/04/16/goldman-sachs-heilung-ist-schlecht-fuers-geschaeft?fbclid=IwAR0bvU25mFz-6peTtgozq1KXM7TVg5ou4Spbt7uqk0Rlny5gzZE56QPkANM

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