Frau hetzt auf Facebook gegen Flüchtlinge – nun steht sie vor Gericht

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In einem Kommentar unter einem Artikel der Tageszeitung „Die Welt“ hetzte eine Putzfrau gegen Flüchtlinge. Für ihre Worte musste sie sich nun vor Gericht verantworten.

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Ein Gedanke, kurzes Tippen, nur ein Klick – schon ist einFacebook-Beitragveröffentlicht und für alle sichtbar. Wie einfach es ist, Meinungen zu publizieren wurde einer Putzfrau aus Vierkirchen nun zum Verhängnis, wie der „Merkur“ berichtet. Die 41-Jährige landete vor dem Dachauer Amtsgericht. Sie soll einen Artikel der Tageszeitung „Die Welt“ mit der Überschrift „Subsidärer Schutz: 10.000 Flüchtlinge verklagen Deutschland“ mit folgenden Worten kommentiert haben: „Den Staat bescheißen, Leute beklauen, vergewaltigen, sich die Eier wundschaukeln, Geld von uns fordern und den Staat verklagen. Das können sie. Sie sind ja wertvoller als Gold, unsere Superfachkräfte. Ich hoffe, unsere Gerichte schmettern alles ab. Wenn ich Richter wäre, würde ich sagen, wenn euch etwas nicht passt, geht wieder nach Hause. Wir müssen aufhören, uns das alles gefallen zu lassen.“

Aufgedeckt hat den Fall die Kripo Fürstenfeldbruck, die einen Hinweis vom Landeskriminalamt (LKA) Nordrhein-Westfalen bekommen hatte. Netzwerkfahnder, die vor allem die Sozialen Medien durchforsten und nach Hetz-Kommentare und -Postings suchen, haben die Worte der 41-Jährigen auf Facebook entdeckt.

Die Anklage

In ihrem Kommentar habe die Putzfrau Flüchtlingen einige Straftaten unterstellt: Sie warf ihnen unter anderem Diebstahl und Vergewaltigungen vor. Außerdem habe die Angeklagte andere Menschen aufgestachelt und ihnen Angst gemacht. Der Amtsrichter Christian Calame resümierte in der Hauptverhandlung, dass die Tat der 41-Jährigen keine Tat am unteren Rand der Strafbarkeit sei.

Auch die Angeklagte ist sich ihrer Schuld bewusst: „Ich weiß nicht, was mich da gepackt hat“, meinte sie. Immerhin ist die Putzfrau aus Vierkirchen mit einem Slowenen liiert, ihre Schwägerin stammt aus der Dominikanischen Republik.

Das Urteil – Geldstrafe

1650 Euro – so lautet die Strafe für die Angeklagte. Die bislang nicht vorbestrafte Vierkirchnerin erhielt das Urteil, obwohl „Geldstrafen eigentlich nicht vorgesehen sind“, wie die Staatsanwältin erklärt.

Quelle :https://www.focus.de/digital/internet/dachau-facebook-vor-gericht-wegen-hetz-kommentars-gegen-fluechtlinge_id_9246317.html?utm_source=facebook&utm_medium=social&utm_campaign=facebook-focus-online-politik&fbc=facebook-focus-online-politik&ts=201807121234

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