Der Bundeswehr-Moorbrand vom Emsland – Radioaktiver Feinstaub und Quecksilber freigesetzt?? 5/5 (3)

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Der „Moorbrand vom Emsland“, verursacht durch eine Übung der Bundeswehr im viel zu trockenen Moor, ist aus den Schlagzeilen weitgehend verschwunden. Aber die Sache ist noch nicht ausgestanden und könnte noch einen ganz anderen Skandal aufdecken.

Nach einem Bericht der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“ muss die Bundeswehr nun eine Belastung durch radioaktive Bestrahlung sowie durch Quecksilber prüfen.

Die Ursache liegt offenbar allerdings bereits länger zurück. Nach Berichten der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sollen auf dem bereits seit der Kaiserzeit zu Munitionstests genutzten Gelände in der Vergangenheit quecksilberhaltige Sprengkörper der DDR-Volksarmee sowie möglicherweise uranhaltige NATO-Munition getestet worden sein. Diese und andere gefährliche Stoffe könnten durch den wochenlangen Brand freigesetzt worden sein. „Die Strahlenmessstelle Süd ist mit dem Auftrag vor Ort, zu überprüfen, ob Einsatzkräfte einer Strahlenbelastung ausgesetzt gewesen sein könnten“, bestätigte ein Sprecher der Bundeswehr.

Auf dem Gelände der Bundeswehr bei Meppen hatten Raketentests am 3. September einen riesigen Flächenbrand in dem durch die langanhaltende Dürre ausgetrockneten Moor ausgelöst. Seit Anfang September brennen riesige Gebiete im Emsländer Moor, nachdem die Bundeswehr dort Hubschrauber Raketen abgefeuert hat. Die Bundeswehr versuchte zu Beginn vergeblich, den Brand zu löschen. Schließlich mussten rund 1.300 Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks (THW) aus ganz Niedersachsen hinzugezogen werden. Auch der Katastrophenfall war für einige Tage ausgerufen. Zeitweise war der Qualm bis Bremen und sogar aus dem Weltall zu sehenDurch den Brand ist aktuell eine Fläche von mehr als 1.000 Fußballfeldern betroffen.Bis heute ist die Brandfläche noch nicht vollständig gelöscht.

Das Verteidigungsministerium dementierte jedoch den Gebrauch Uranhaltiger Munition. Es gebe keine akuten Hinweise auf radioaktive Strahlung oder erhöhte Quecksilberbelastung. Ein Ministeriumssprecher sagte, es gebe keine Erkenntnisse, dass dort jemals Uranmunition getestet worden sei. Die Messungen seien reine Vorsichtsmaßnahme gewesen.

Bislang waren nur sehr wenige Informationen über den Moorbrand im Niedersächsischen Emsland nach außen gedrungen. Weder über die Ursachen, noch über die Notwendigkeit von Evakuierungen. Jetzt hat die Justiz ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück ermittelt wegen mehrerer möglicher Branddelikte, wie etwa Brandstiftung und möglicherweise Umweltdelikte, wenn besonders geschützte Gebiete wie Naturschutzgebiete betroffen sind, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Wie gesundheitsgefährdend die Rauchwolke war, die durch den Moorbrand über weite Teile Norddeutschlands gezogen ist, weiß das niedersächsische Innenministerium bis heute nicht. Aufgrund der unklaren Situation hatten Anwohner einiger umliegender Gemeinden bereits die Koffer gepackt, da eine Evakuierung in Betracht gezogen wurde. Die Bundeswehr behauptete zwar, dass die Rauchentwicklung gesundheitlich unbedenklich sei. Doch Ärzte widersprechen den Aussagen der Bundeswehr. Die Rauchwolke führe zu einer massiven Feinstaubbelastung und sei eine Gefahr für die Gesundheit, sagte ein ärztlicher Sprecher des Bundesverbandes für Pneumologen.

Die Bundeswehr hatte angekündigt, dem Innenministerium Messdaten zur Verfügung zu stellen. Doch das Ministerium wartet seit über einer Woche auf eine Rückmeldung der Bundeswehr. Die Tatsache, dass noch keine Messdaten übergeben worden seien, sehe das Ministerium kritisch.

Quelle : https://connectiv.events/der-moorbrand-vom-emsland-bundeswehr-mit-radioaktivem-skandal/

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