Bizarrer Skandal: Frankreich diskutiert über Macrons Homosexualität No ratings yet.

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Paris – Eine Prügel-Orgie und merkwürdige Geschichten um ihn und seinen Leibwächter bringen den französischen Präsidenten in Bedrängnis. Von Emmanuel Macrons „Watergate“ ist die Rede – und Spekulationen gedeihen, ob der 40-Jährige womöglich schwul ist.

Alles begann damit, dass sein als Polizist verkleideter Bodyguard auf Demonstranten einschlug. Als das aufflog, war die Empörung groß. Macron versuchte den Fall zu vertuschen und brachte kurz darauf seinen 26-jährigen Vertrauten in der Wohnung unter, in der schon Vorvorgänger Mitterand seine Geliebte versteckte. Von einer inoffiziellen Beförderung ist die Rede.

Tratsch über Intimitäten mit dem Leibwächter

Es ist eine handfeste Regierungskrise entstanden – auch weil Macron zum von „Le Monde“ aufgedeckten Skandal vier Tage lang schwieg. „Das interessiert doch nur Sie“, fertigte er Journalisten ab, die nachfragten. Irrtum: Frankreich ist fassungslos – zumal nun offen über Intimitäten zwischen Leibwächter und Präsident getratscht wird.

Doch der Reihe nach: Da ist zunächst einmal der Fall an sich. Sein junger Sicherheitsberater, Alexandre Benalla, prügelte offenbar grundlos auf einen am liegenden Boden Demonstranten ein. Dabei trug er amtsanmaßend eine Polizeiuniform mit Helm, Polizeiarmbinde und sogar eine Waffe. Und Macron wollte die Ermittlungen dazu mit aller Macht verhindern, soll versucht haben, die Justiz zu beeinflussen.

Macrons Sprecher verwickelt sich in Lügen

Ein Regierungssprecher verkündete zunächst, dass Benalla fortan nur noch innerhalb des Élysées-Palastes für die Sicherheit Macrons zuständig sei. Das sei die „schwerste je ausgesprochene Sanktion“. Doch dies war eine Lüge: Der Leibwächter begleitete den Präsidenten auf diversen folgenden Terminen. Fotografen schossen Bilder von den beiden am Nationalfeiertag, beim Ausflug in einen Wasserpark und bei der Rückkehr der Nationalelf nach dem WM-Sieg in Moskau. Danach fuhr Benalla sogar mit dem Bus der Fußballer über die Champs-Élysées.

Vor allem genießt der gering qualifizierte Sicherheitsmann enorme Privilegien. Viele fragen sich, welche persönliche Bindung zum Präsidenten besteht, dass dieser ihn zum seinem Sicherheitschef machte. Langjährige Mitarbeiter schütteln nur noch den Kopf – auch darüber, dass Benalla bei jedem privaten Ausflug der Macrons dabei ist. Es gibt Bilder beim Radeln und aus dem Skiurlaub.

Enttäuschung in seiner Partei

„Benalla ist Macrons Watergate“, jubelt inzwischen der Sozialist Jean-Luc Mélenchon. Erstmals hat der Fall die zerstrittene Opposition geeint. Selbst Abgeordnete aus der Macron-Partei „La République en Marche“ halten sich nicht mehr zurück. „Wir hatten für ihn gestimmt, weil er Transparenz versprach. Die neue Welt sieht aus wie die alte“, ätzte Parlamentarierin Sonia Krimi.

Auch Macrons Innenminister geht auf Distanz. Gérard Collomb sagte in der Nationalversammlung, er habe Benalla nicht gekannt und nicht gewusst, dass er ein direkter Mitarbeiter des Präsidenten sei, und er habe ihm auch keine Erlaubnis erteilt, als „Beobachter“ an der Demonstration teilzunehmen. Damit liegt die Verantwortung beim Präsidenten.

Immer mehr Merwürdigkeiten

Jetzt tauchten noch mehr Merkwürdigkeiten auf. Trotz seiner herausgehobenen und gutdotierten Position steht der Name des Mannes in keinem offiziellen Organigramm. Mit einem Spezialdokument kann er sogar im Parlament ein- und ausgehen. Im Zusammenhang mit der Affäre kommt nun auch heraus, dass Macron unbemerkt eine inoffizielle Polizeitruppe eingerichtet hat, die von Benalla angeführt wird.

Was läuft zwischen ihm und dem Präsidenten? „Andere zögern nicht, die ‚Intimität‘ oder die ‚Natur der Beziehung‘ zwischen Benalla und Macron zu hinterfragen, berichtet nun sogar die Welt: „Gerüchte seiner angeblich heimlichen Homosexualität hatte Macron während des Wahlkampfs offensiv beantwortet und als rufschädigende Kampagne bezeichnet.“

Für den ersten der beiden Beteiligten hat die wie auch immer geartete Liaison unerfreulich geendet. Alexandre Benalla kam in Polizeigewahrsam. Ein Verfahren wegen Gewalt und Amtsanmaßung läuft. Wie endet die Hof-Geschichte für Macron? (WS)

Quelle : https://www.journalistenwatch.com/2018/07/25/bizarrer-skandal-frankreich/

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