Benachteiligung wegen ihres Kopftuchs: Berlin soll Muslimin Entschädigung zahlen 5/5 (1)

1
104

Über 5.000 Euro Entschädigung für Benachteiligung als Lehrerin

Zum wiederholten Male soll das Land Berlin einer Muslimin eine Entschädigung zahlen, weil sie wegen ihres Kopftuchs nicht in den Schuldienst übernommen wurde. Das Landesarbeitsgericht sprach der Frau eineinhalb Monatsgehälter zu, das sind nach Angaben eines Sprechers 5.159 Euro. Sie sei aufgrund ihrer Religion benachteiligt worden.

Land will in Revision gehen

Gleichwohl stellte das Gericht das Berliner Neutralitätsgesetz, das Polizisten, Justizmitarbeitern und Lehrern allgemeinbildender Schulen das Tragen religiös geprägter Kleidungsstücke im Dienst untersagt, nicht in Frage. Es sei verfassungskonform auslegbar.

Im konkreten Einzelfall sei allerdings keine konkrete Gefahr für den Schulfrieden oder die staatliche Neutralität durch das Kopftuch erkennbar gewesen, so das Gericht. Die Vorinstanz hatte die Klage der Frau noch abgewiesen.

Berlin will gegen das Urteil Revision vor dem Bundesarbeitsgericht einlegen, wie die Anwältin des Landes, Seyran Ates, ankündigte.

Wegen ihres Kopftuchs sollen der Frau Stellen verwehrt worden sein

Die Klägerin hatte sich als sogenannte Quereinsteigerin für eine Stelle in einer Sekundarschule, einem Gymnasium oder einer Berufsschule beworben. Für die Berufsschule, für die das Neutralitätsgesetz im Unterschied zu allgemeinbildenden Schulen nicht gilt, wurde die Klägerin mit Verweis auf andere, besser geeignete Bewerber abgelehnt. Für die anderen Schultypen erhielt sie kein Angebot. Nach Überzeugung des Gerichts ist dies als Diskriminierung aus religiösen Gründen zu werten. Denn im Bewerbungsgespräch sei es von Anfang an auch um ihr Kopftuch gegangen.

Quelle : /rtlnext.rtl.de

Please rate this

Loading...
loading...
loading...

1 KOMMENTAR

  1. Wann wird man endlich begreifen, was das Kopftuch für ein Symbol ist und diesem Irrsinn mit einem allgemein ismaschien Kopftuchverbot entgegentreten? Es ist kein religiöses Anliegen, es ist die Flagge des Islamismus, den Religion in Privatsache und soll es auch bleiben. Die können sich in ihren 4 Wänden verkleiden, vermummen, verstümmeln, wenn sie meinen es dient ihrem religiösen Wahn — aber nicht in der Öffentlich andere damit provozieren.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here