Bedford-Strohm: „Besser eine tote Flüchtlingshelferin als keine?“ No ratings yet.

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In seiner Trauerrede um die von einem Marokkaner ermordete Sophia hat laut „Oberpfalz TV“ der Antichrist Bedford-Strom folgenden Satz rausgehauen:

Hier die komplette Rede die den Islamisten Freude bereiten wird

Liebe Familie, liebe Trauergemeinde,
Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen. Und es wird kein Leid mehr sein, noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein, weil Gott alles neu macht. Das ist die Hoffnung, mit der wir an diesem schweren Tag heute hier in der Amberger Paulanerkirche zusammengekommen sind, um Abschied zu nehmen von Sophia Lösche. Das ist das Licht an einem Horizont, der so dunkel erscheint, wenn wir überwältigt werden von der Trauer, dem Schmerz und, ja, auch dem Schrecken, der mit ihrem Tod verbunden ist. Sophia, davon bin ich fest überzeugt, erfährt jetzt dieses Licht in seiner ganzen Fülle, dessen Schein wir jetzt vielleicht nur schimmern sehen, erahnen können oder gar nicht sehen. Wir kommen hier zusammen, um unsere Trauer vor Gott zu bringen und darum zu bitten, dass er uns auch etwas von diesem Licht sehen oder spüren lassen möge.
Liebe Trauergemeinde, das Licht ist schon jetzt da. Es ist überall da, hier in der Kirche, vor der Kirche, in der Stadt und weit darüber hinaus. Es ist die Liebe. Ich habe sie gespürt schon in der Anteilnahme von so vielen Seiten, von der ich in den Zeitungen gelesen hatte. Ich habe sie gespürt in den Gesprächen mit Ihnen, liebes Ehepaar Lösche. Und ich habe sie gespürt in allem, was ich erfahren habe über die unglaubliche Hilfsbereitschaft all der jungen Leute, Familie und Freunde aus Amberg, Leipzig, Berlin, Bamberg und vielen anderen Orten, die sofort nach dem Verschwinden von Sophia alles in Bewegung gesetzt haben, um sie zu aufzuspüren, um aufzuklären, was mit ihr passiert war, um nichts unversucht zu lassen, sie doch noch lebend zu finden. Viele von ihnen sind heute hier. Und ich möchte an Sie alle gerichtet heute sagen: Danke, dass Sie nichts unversucht gelassen haben! Danke, dass Sie für die ganze Familie damit eine so große Unterstützung waren! Danke, dass Sie dieses Zeichen der Liebe gesetzt haben!
Der Schmerz ist so groß, weil die Liebe so groß ist. Und deswegen tut es so gut, heute hier zusammen zu sein und der Liebe Ausdruck zu geben, damit der Schmerz uns nicht verzehrt.
Dass in unserem Schmerz hier jetzt unter uns so viel Liebe spürbar ist, hat mit dem Menschen zu tun, von dem wir heute Abschied nehmen müssen. Sophias Offenheit gegenüber allen Menschen, das Urvertrauen, das in dieser Offenheit ihren Ausdruck fand, und ihr Einsatz für eine Welt, in der alle Menschen in Würde leben können, war Ausdruck einer tiefen Liebe zur Welt. Überall, wo sie lebte, hat sie eine Spur der Freundschaft hinterlassen, eine Spur der Freundschaft, die jetzt in den schweren Tagen nach ihrem Verschwinden, zu einer großen Gemeinschaft von Menschen geführt hat, die sich zum Teil vorher gar nicht kannten, aber gemeinsam gehofft, geweint und dann getrauert und sich wechselseitig gehalten und getröstet haben und dabei die Kraft der Liebe, die mit dem Menschen Sophia verbunden ist, unter sich gespürt haben.
Ihre Liebe zur Welt hat auch in einem sozialen, gesellschaftlichen und politischen Engagement Ausdruck gefunden, das tief beeindruckend ist. Schon als Schülersprecherin am Max-Reger-Gymnasium in Amberg hat sie wesentlichen Anteil daran gehabt, dass die Schule bereits 2009 den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ verliehen bekommen hat und ihn seitdem intensiv mit Inhalt füllt.
Später, an der Uni Bamberg, hat sie sich, nicht zuletzt als studentische Vertreterin im Senat gegen Studiengebühren engagiert. Dabei sind wir uns auch begegnet, denn ich war damals als Dekan der Fakultät Humanwissenschaft selbst Mitglied des Senats. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, aber ich vermute mal, dass sie in dieser Zeit so manches kritische Wort in Richtung Professorenschaft gesagt hat, das auch mir gegolten hat. Sie ist als studentische Vertreterin, aber auch als Juso-Vorsitzende und später als Stadtratskandidatin in Bamberg für soziale Gerechtigkeit eingetreten, dafür eingetreten, dass alle gleiche Chancen haben, auch die, die aufgrund ihrer sozialen Herkunft benachteiligt sind. Sie ist wiederholt nach Lesbos gefahren, um Flüchtlingen, die dort von der türkischen Küste angekommen waren, beizustehen, mit der „no border kitchen“ gutes Essen zu besorgen, sie ganz konkret spüren zu lassen, wofür doch eigentlich wir alle mit ganzer Leidenschaft einstehen sollten: dass jeder Mensch geschaffen ist zum Bilde Gottes, dass er oder sie eine Würde hat, die ihm niemand nehmen darf und dass das auch in der Art seinen Ausdruck findet, wie wir mit Menschen umgehen, die aus ihrem Heimatland geflohen sind.
Ihr Einsatz für Flüchtlinge, ihre Offenheit für Menschen jedweder Herkunft hat nach der Festnahme des marokkanischen Fernfahrers, der des Mordes an ihr verdächtigt wird, zu unfassbaren Hasskommentaren in den sozialen Medien geführt. Es ist schwer, diesen Hass auszuhalten. Es ist schwer, zu verstehen, wie Menschen in einer solchen Situation ohne jede Rücksicht auf die trauernden Angehörigen zu solchem Hass fähig sind. Aber die Erfahrung dieses Hasses macht umso deutlicher: Nur die Liebe hat Zukunft. Nach allem, was ich über Sophia weiß, glaube ich, dass ihr aus dem Herzen gesprochen hätte, was Martin Luther King über die Liebe gesagt hat: „Finsternis kann keine Finsternis vertreiben. Das gelingt nur dem Licht. Hass kann den Hass nicht austreiben. Das gelingt nur der Liebe.“
Und so hat es mich auch beeindruckt, wie sehr Sie, liebes Ehepaar Lösche, diesen Geist ausgestrahlt haben, als wir über den mutmaßlichen Täter und seine Familie in Marokko gesprochen haben. Hass wäre doch so verständlich gewesen. Aber Sie haben Liebe ausgestrahlt.
Ich habe in diesen Tagen immer wieder an das Bibelwort aus Mt 10,39 gedacht, das sich Sophia als Konfirmationsspruch ausgesucht hat, als sie 2004 in Pommelsbrunn konfirmiert wurde: „Wer sein Leben findet, der wird’s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird’s finden.“ Sophia hat ganz aus dem Vertrauen gelebt. Sie hat andere Menschen nicht als potentielle Gefahr, sondern als zuallererst als Menschen gesehen, die als gute Geschöpfe Gottes fähig sind zur Mitmenschlichkeit und die selbst Mitmenschlichkeit verdienen. Vielleicht wäre sie noch am Leben, wenn sie aus dem Misstrauen heraus gelebt hätte. Aber wäre das das bessere Leben gewesen? Hätte es ihr Leben sein können? Hätte es die Liebe und Lebensfreude ausstrahlen können, die einfach zu ihr gehörten und die jetzt Spuren im Leben so vieler Menschen hinterlassen, die nie vergehen werden?
„Wer sein Leben findet, der wird’s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird’s finden.“ Ihr Leben war ein Zeugnis der Liebe Gottes. Was Paulus über die Liebe Gottes sagt, gilt auch für die Liebe die so viele Menschen hier mit Sophia verbunden hat: nichts kann uns von dieser Liebe trennen: „Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur kann uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“
Ich glaube, der Schulleiter des Max-Reger-Gymnasiums hier in Amberg Wolfgang Wolters hat uns allen aus dem Herzen gesprochen, als er seine Worte an die Familie mit folgendem Satz schloss: „Die Schulfamilie des Max-Reger-Gymnasiums verneigt sich vor Sophia und umarmt symbolisch alle Trauernden um diesen wunderbaren Menschen.“
Was ist jetzt mit Sophia? Man hat in Spanien ihren vom Feuer beschädigten Körper gefunden. Und vielleicht bekommen wir die Bilder, mit der wir uns das vorstellen, nicht aus dem Kopf. Deswegen sage ich in aller Deutlichkeit: Um Sophia müssen wir uns keine Sorgen mehr machen. Sie ist in guter Hand. Lasst uns einen Moment lang die Bilder in unsere Seele aufnehmen, die Paulus uns geschenkt hat, als er im letzten Kapitel seines 1. Korintherbriefs darüber nachdachte, was eigentlich nach dem Tod kommt.
Es ist wie mit dem Samenkorn. Es muss sterben, damit etwas Wunderbares Neues entstehen kann. „Es könnte jemand fragen:“ – sagt er – „Wie werden die Toten auferstehen und mit was für einem Leib werden sie kommen? Du Narr: Was du säst, wird nicht lebendig, wenn es nicht stirbt. Und was du säst, ist ja nicht der Leib, der werden soll, sondern ein bloßes Korn, sei es von Weizen oder etwas anderem… Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich. Es wird gesät in Niedrigkeit und wird auferstehen in Herrlichkeit. Es wird gesät in Schwachheit und wird auferstehen in Kraft. Es wird gesät ein natürlicher Leib und wird auferstehen ein geistlicher Leib.“
Für Sophia sind alle Tränen abgewischt. Sie geht ein in ein Reich, das kein Leid mehr kennt. Sie sieht das Licht, das wir nur erahnen können. Und wir dürfen jetzt Abschied von ihr nehmen. In tiefer Trauer und in großer Dankbarkeit. Und in der Hoffnung, dass Gott uns jetzt die Tür in die Zukunft öffnen möge. In der wir Sophia loslassen. Und ihr Lachen, ihre Liebe, ihre Lebensfreude mit uns nehmen. Mitnehmen ihren Einsatz für Mitmenschlichkeit und für eine Welt, in der Frieden und Gerechtigkeit sich küssen. Mit dieser Aussicht geben wir Sophia jetzt zurück in Gottes Hand.
Und der Friede Gottes, der höher ist als alle unsere Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus.
AMEN

Quelle :https://www.journalistenwatch.com/2018/08/02/bedford-strohm-besser/

 

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