Atlantis und Lemuria: Es gibt sie immer noch! (Video)

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Die Umstände der Entstehung von Timaios und Kritias, der Werke, in welche die Geschichte von Atlantis eingebettet ist, sind keinesfalls völlig sicher. Es gilt als gesichert, dass sich Platon zwischen -390 und -388 nach dem traumatischen Erlebnis des Todes seines Lehrers Sokrates auf Reisen begab, wobei er auch Ägypten besuchte [Hirschberger S. 73].

Wahrscheinlich hat er dort von Atlantis gehört. Andere wiederum glauben der Schrift, nach der Solon (-640 bis -561) die Legende in Sais von einem ägyptischen Priester erfahren habe. Es scheint aber wahrscheinlicher zu sein, dass Platon aus erster Hand berichtete, also einen Mythos wiedergab, den er selbst in Ägypten gehört hatte.

Leider schrieb Platon die Sage wahrscheinlich erst etwa zwanzig Jahre nach seinem Ägyptenbesuch (um -367) auf. Deshalb darf man wohl Platon nicht mit jeder Aussage wörtlich nehmen. Versuchen Sie selbst einmal, sich möglichst wortgenau an eine Gegebenheit zu erinnern, die zwanzig Jahre zurück liegt!

Es kommt indes eigentlich auch nicht darauf an, ob wir Platon wörtlich nehmen dürfen oder ob James Churchward sich die Legende von Lemuria/Mu nur ausgedacht hat.

Tatsache ist: Sowohl in Europa wie auch in Asien und in Mittel- und Südamerika „geistern“ seit Jahrtausenden Legenden und Mythen von untergegangenen Kontinenten oder versunkenen Städten durch die Geschichte. Die meisten von ihnen zeigen so viele Übereinstimmungen, dass ihnen allem Anschein nach ein wahrer Kern zugrunde liegt.

Wir wählen hier Atlantis und Mu als bekannteste Vertreter dieser Kategorie, um unsere Vorstellungen darüber darzulegen, ob es diese „Mutter aller Hochkulturen“ gab, und wenn ja, wo.

Ein „Aha-Effekt“

Eines Abends, bei der Lektüre eines Buches von Peter Kolosimo. Dieser italienische Wissenschaftsjournalist, selbst Akademiker, stellte in den Sechzigerjahren des zwanzigsten Jahrhunderts Italien mit seinen Theorien von frühgeschichtlichen Raumfahrern und untergegangen Kontinenten auf den Kopf.

Das Attribut, welches Erich von Däniken zuteil wurde, „Vater der Präastronautik“, gebührt eigentlich eher ihm, denn er schrieb sein erstes Buch bereits drei Jahre vor Dänikens „Erinnerungen an die Zukunft“.

Seine Werke haben gegenüber von Däniken aber noch einen entschiedenen Vorteil: Die Quellenauswahl und sein Umgang damit. Kolosimos sorgfältige Arbeit führte dazu, dass er für sein Buch „Sie kamen von einem anderen Stern“ Ende der sechziger Jahre die höchste Auszeichnung des italienischen Buchhandels bekam (Auf den Spuren der Geschichte: Atlantis der versunkene Kontinent und der doppelte Moses).

Selbst ein so renommiertes Blatt wie „Bild der Wissenschaft“ schrieb über dieses Werk: „Dieses Buch ist phantastischer als ein utopischer Roman, obwohl es keinerlei Konzessionen an die Utopie macht. Und damit wird das Buch für jeden lesbar; für die Anhänger der utopischen Ideen und ebenso für die Verfechter strenger Archäologie“.

Solch uneingeschränktes Lob haben deutschsprachige Autoren niemals bekommen, und wer Kolosimo kennt, wird bestätigen: Kein Wort ist übertrieben. Wie dem auch sei. Der Wissenschaftsjournalist hatte die Eigenart, oft ähnliche Denkansätze nebeneinander zu stellen. So handhabt er es auch mit den Sagen von Atlantis und Mu. Wir möchten an dieser Stelle weder alle Platon-Dialoge noch den Mu-Mythos ausführlich wiedergeben.

Zum allgemeinen Verständnis reicht hier so viel: Atlantis war ein riesiger Kontinent „vor den Säulen des Herakles“ gelegen [alle Platon- Zitate entnommen aus: Freska: Das verlorene Atlantis, 1999]. Die Insel gehörte dem Gott Poseidon, der dort zehn Könige einsetzte (fünf Zwillingsbrüder), die je über einen Teil des Kontinents herrschten.

Die Insel selbst war so groß wie „Libyen und Asien zusammen“ und man konnte sie „mit dem vollsten Rechte ein Festland“ nennen. Die Landmasse war reich an Bodenschätzen, Flora und Fauna, u.a. werden Elefanten und Pferde beschrieben. Das Klima war feucht und warm, im Großen und Ganzen könnte man sagen, subtropisch. Die Hauptstadt lag an zwei Quellen, einer warmen und einer kalten (Die wahre Geschichte von Atlantis und das Ende des dunklen Experiments).

Die Bewohner lebten im Überfluss und nahmen u.a. regen Einfluss auf die Länder der Alten Welt, wobei Platon vor allem die im Atlantik gelegenen Inseln, Libyen, Ägypten und „Europa aber bis Tyrrhenien“ nennt [nach Chauroux in Italien gelegen, vgl. Unbekannt, geheimnisvoll, phantastisch, S. 118 ff.]. Das Reich war in zehn Königtümer aufgeteilt, und deren Herrscher trafen sich alle fünf oder sechs Jahre „zu einer Art Weltgipfelkonferenz“, wie Jens-Peter Behrend und Eike Schmitz in ihrem Terra X-Bericht „Wo lag Atlantis?“ schreiben (Der Untergang der atlantischen Zivilisation und Atlanter als Baumeister der Pyramiden in Ägypten).

Atlantis war ein mächtiges Reich, aber trotz dieser Macht wurden die Atlanter immer kriegslüsterner und arroganter, bis Atlantis schließlich um -10.000 nach „einer schlimmen Nacht und einem schlimmen Tag“, in der Erdbeben und Überflutungen über das Land zogen, unterging. Mu oder Lemuria ist nach der bekanntesten Version etwa zweitausend Jahre früher (um -12.000) untergegangen.

Vor 50.000 Jahren habe sich, hier immer nach Churchward, auf einem Kontinent, der eine Fläche von „der Osterinsel bis zu den Karolinen, von Hawaii im Norden bis zu den Cook-Inseln im Süden“ bedeckte [Ceram, Der erste Amerikaner, S. 227], eine Hochkultur entwickelt, die „in vieler Hinsicht der unseren überlegen war“, wie C. W. Ceram Churchward zitiert [Ceram, S. 227]. Churchward beschreibt Mu als Kontinent, auf dem ein subtropisches Klima herrschte, mit großen Tieren, wie dem Mastodon und anderen Elefantenarten. Es habe außerdem weite Wälder und Wiesen gegeben.

Es sollen 64 Millionen Menschen aller Rassen dort gelebt haben; zehn Stämme gab es in Mu, denen zehn Häuptlinge vorstanden, doch sie alle unterstanden noch einem, nennen wir ihn der Einfachheit halber „Kaiser“. Ferner gab es sieben Städte.

Der Untergang von Mu wird auf in Lhasa beschriebenen Tafeln folgendermaßen geschildert: „Als der Stern Bal dort auf die Erde fiel, wo heute nur noch Meer ist, erbebten die sieben Städte mit ihren goldenen Toren und ihren Tempeln, ein großes Feuer loderte auf und die Straßen füllten sich mit dichtem Rauch. Die Menschen zitterten vor Angst, und in den Tempeln und vor dem Palast des Königs versammelte sich eine große Menge (Atlantis und die Wiederentdeckung Amerikas durch die Europäer).

Der König sagte: »Habe ich euch das alles nicht vorausgesagt?« Die Männer und Frauen, angetan mit ihren kostbaren Gewändern und mit ihren prächtigen Geschmeiden geschmückt, baten ihn und flehten ihn an: »Rette uns, Ra-Mu!« Aber der König weissagte ihnen, daß sie alle zugrunde gehen würden, samt ihren Sklaven und ihren Kindern, und daß aus ihrer Asche ein neues Menschengeschlecht entstehen würde.“ [Kolosimo: Woher wir kommen, S. 61]

Ein untergegangener Kontinent?

Wenn Atlantis und Mu eines verbindet, dann ist es die Suche nach diesen Superkontinenten. Nehmen wir zum Beispiel Atlantis. Wo wurde dieses sagenumwobene Land nicht schon überall lokalisiert? Ganze Bibliotheken könnte man füllen mit Büchern über Atlantis. Einen guten Überblick über diese Vielfalt bietet der oben erwähnte Terra X-Bericht „Wo lag Atlantis?“, dort werden u.a. Thera, Troja, Helgoland, Kuba, Spanien, Frankreich, Griechenland, die Biminiinsel, Ägypten und die Sahara erwähnt.

Die älteste Lokalisierung findet sich möglicherweise auf den Azoren. Doch hier lag niemals ein Kontinent, wie man heute durch Messungen sicher weiß. Einer der “Ergüsse” findet sich reißerisch in BILD: „Atlantis lag vor Gibraltar“ [BILD, 08.06.04]. Mal wieder … Was BILD als Sensation verbreitete, ist absolut nicht neu, denn um die spanische Stadt Cádiz hatte schon Uwe Topper Atlantis vermutet [Topper, Das Erbe der Giganten, 1977].

Viele grenzwissenschaftlich ambitionierte Menschen hören es nicht gern, doch in der Atlantisforschung entfernt man sich immer weiter von der Suche nach einem wörtlich zu nehmenden untergegangenen Kontinent, wie z.B. Peter Kolosimo [in: „Sie kamen von einem anderen Stern“] oder Andrew Collins, nach dessen Ansicht zwar Teile von Kuba im Atlantik versunken seien, der sich aber bewusst darüber ist, dass es keinen Kontinent in diesem Weltmeer gegeben haben kann.

Als weitere Autoren, die einen versunkenen Kontinent im Atlantik ablehnen, soll hier noch Jörg Dendl genannt sein: „Untersuchungen der Sedimentablagerungen, insbesondere in der Gegend um die Azoren, ergaben, daß der Meeresboden nie trockenes Land war. Es bleibt nur der Schluß: Nach geologischen Erkenntnissen gab es an der Stelle, die Platon für die Lage von Atlantis angibt, kein Land …“ [Dendl, in: G.R.A.L. 4/95, S. 250].

Obwohl der letzte Teil seiner Arbeit, in dem er die Existenz einer frühen Hochkultur de facto ablehnt, wahrscheinlich falsch ist, ist Dendl doch der Ansicht, Atlantis könne nur vor den Säulen des Herakles, also der Straße von Gibraltar, lokalisiert werden. Das weist der Autor in seiner Arbeit auch hinreichend nach. Für einen pazifischen Superkontinent gilt das selbe wie für den Atlantik. Auch hier beweisen geologische Untersuchungen, dass das Gebiet, welches Churchward als Landmasse ausgibt, niemals über der Erde lag.

Insofern können jene Theorien, die auf der einen Seite die Azoren als Reste Atlantis´, auf der anderen die Philippinen und die Osterinsel als Bergspitzen des Kontinentes Mu ansehen, von vornherein aus der Diskussion herausgenommen werden. Dem stehen allerdings vielschichtige Übereinstimmungen in Mythen gegenüber: Hier besonders den Legenden von Mu, Atlantis und den Sintflutmythen.

Diese Übereinstimmungen zwingen uns nämlich erst einmal ganz allgemein, von einer als Urkontinent angesehenen Landmasse auszugehen, wann und wo auch immer sie lag oder liegt. Wenn sich so ähnliche Geschichten quasi überall auf der Welt finden, liegt es nahe, in ihnen einen wahren Kern anzunehmen. Ein gutes Beispiel hierfür bieten die Sintflutmythen, die es rund über die Erde verteilt gibt und die uns sicher zeigen, dass es um -10.000 weltweit schwere Überflutungen gegeben haben muss.

Das veranlasste selbst eine wissenschaftliche Kapazität wie John Gribbin in seinem zusammen mit seiner Frau Mary geschriebenen Buch „Kinder der Eiszeit“ zu folgender Feststellung: „Die eiszeitlichen Menschen waren aber auch Küstenbewohner, die mit Sicherheit an den Rändern von Mittelmeer und Nordsee, aber auch entlang der Großen Australischen Bucht und an anderen Meeresufern lebten. Manche Forscher vermuten, daß die Hauptzentren dieser frühmenschlichen Besiedlungen in Gebieten lagen, die heute vollständig vom Meer überschwemmt sind. Vermutlich war der primäre Effekt von Klimawechseln und Überschwemmungen im Küstenbereich, daß die damalige Bevölkerungszahl drastisch reduziert wurde. Die katastrophalen Begleiterscheinungen dieser Geschehnisse bilden daher den Ursprung jener Legenden von der großen Flut (Sintflut), die seit Urzeiten überliefert werden. Zwischen 15.000 und 10.000 v.Chr. stieg der Meeresspiegel weltweit um mindestens 50 Meter und bis 5.000 v.Chr. hatte er um weitere 40 Meter zugenommen.“ [Gribbin & Gribbin, S. 162]

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Es ist nahezu unglaublich! Das, was Jahrzehnte lang von der Welt der Wissenschaft abgelehnt wurde, findet sich in diesem Buch, als wäre es die selbstverständlichste Sache von der Welt. Es gibt also doch eine Erklärung für die zahlreichen versunkenen Tempel und anderen Strukturen, die bei Malta, bei Japan und wo auch immer rund um den Erdball verteilt tief unter dem Meeresspiegel liegen. Dennoch erklärt diese Tatsache keinen Atlantis- oder Mu-Mythos (Antarktis, Atlantis und alte Landkarten: Beweise für eine Hochkultur in vorgeschichtlicher Zeit).

Der gemeinsame Kern

Nachdem wir also zahlreiche Übereinstimmungen in diesen Legenden festgestellt haben, möchten wir es nicht versäumen, konkreter zu werden. Da gibt es als erstes Übereinstimmungen in der Beschreibung von Flora und Fauna. Beiden Landmassen wird subtropisches Klima nachgesagt, mit reichhaltiger Flora und Fauna, mit Wäldern und Flüssen.

Über die Flora schreibt beispielsweise Platon: „Was ferner jetzt irgendwo die Erde an Wohlgerüchen erzeugt, an Wurzeln, Gräsern, Holzarten und Blumen oder Früchten entquellenden Säften, das erzeugte auch sie und ließ es wohl gedeihen, sowie desgleichen die durch Pflege gewonnenen Früchte; die Feldfrüchte, die uns zur Nahrung dienen, und das, was wir außerdem – wir bezeichnen die Gattungen desselben mit dem Namen der Hülsenfrüchte – zu unserem Unterhalt benutzen…“

Nicht viel anders beschreibt Churchward das pflanzliche Leben in Mu. Auch die politischen Strukturen sind sehr ähnlich, denn in Atlantis sollen wie auch in Mu zehn Könige über Menschen aller Rassen geherrscht haben. Wen wundert es, dass es in beiden Ländern auch einen obersten König gab? Nur die Namen unterscheiden sich.

Tafeln von Lhasa nennen ihn Ra-Mu und Platon Atlas. Politisch gesehen übten die Herrscher beider Landmassen weltweit großen politischen Einfluss aus, und beide sollen sehr reich gewesen sein. „Tore aus Gold“ wird den Palästen beider Kontinente zugeschrieben. Beide Mächte sollen die erste wirkliche Hochkultur der Welt gewesen sein und über ein nahezu unglaublich hohes technisches und kulturelles Niveau verfügt haben.

Schließlich gingen die „Großinseln“ in einem furchtbaren Kataklysmus unter, der – das soll nicht verschwiegen werden – allerdings einmal um -10.000 und einmal um -12.000 stattgefunden haben soll. Die Überlebenden von Atlantis/Mu sollen „ein neues Menschengeschlecht gebildet“ haben, aus denen die uns heute bekannten Hochkulturen der Welt hervorgegangen seien, bzw. die bis dato primitiven Völker der Welt kulturell und wissenschaftlich befruchtet haben.

Spätestens an dieser Stelle sollte klar geworden sein: es geht uns nicht darum, das versunkene Atlantis oder Mu wiederzuentdecken. Aber unsere Meinung ist folgende: in grauer Vorzeit existierte irgendwo auf der Welt eine weit fortgeschrittene Kultur, die aus irgendwelchen Gründen unterging. Dieses Volk nahm Einfluss auf große Teile der Welt. Sie lebten in Sagen und Mythen, aber auch in kulturellen Ideen und Errungenschaften fort, die sie anderen Völkern zum Teil selektiv beibrachten.

Im Laufe der Jahrtausende wurden die Ideen weiterentwickelt, blieben aber im Grundsatz die selben. Diese Spuren sind manchmal leichter zu verfolgen, manchmal auch schwieriger, je nachdem, wie sehr sich das grundlegende Wissen im Laufe der Zeit veränderte. Sie können diese Hochkultur nennen, wie Sie möchten, Atlantis, Mu, Shamballa, Lyonesse oder wie auch immer, denn alle diese Sagen basieren offenbar auf ein- und derselben Hochkultur (Atlantis – als der Mensch das kollektive Bewusstsein verlor).

Unüberwindbare Unstimmigkeiten

Damit haben wir eine solide gemeinsame Basis geschaffen. Viele Forscher pochen jedoch darauf, Platons Sage in allen Belangen als wahr anzuerkennen. Jedoch dürfen wir die Annahme äußern, dass dies nicht stimmen könnte. Zum einen kann wohl kaum sein, dass die Atlanter mit den Griechen, vornehmlich den Athenern kurz vor dem Untergang des Kontinents Krieg geführt hätten. Athen war – das darf nicht vergessen werden – ein Stadtstaat, und selbst wenn Platon Athen ein wenig Landmasse hinzu dichtete – was er ja auch tat -, ist es unmöglich, Athen einen siegreichen Krieg gegen einen ganzen Kontinent zuzutrauen. Das Potenzial an Soldaten muss einfach unzureichend gewesen sein.

Man mag nun argumentieren: Warum nicht, schließlich haben die Athener ja auch das persische Großreich zurückgeschlagen. Doch ist diese militärische Glanztat nicht mit einer Armee gleichzusetzen, die bei 64 Millionen Einwohnern gewiss eine Millionenstärke aufzuweisen hatte. Alexander der Große vernichtete die Perser mit rund 38.000 Soldaten (sofern die Angaben stimmen). Das mag einen Eindruck von der tatsächlichen Stärke der Perser vermitteln. An diesem Beispiel ist ersichtlich, dass wir ohne weiteres von einigen von Platon hinzu erfundenen Passagen in der Atlantissage ausgehen können und müssen.

Überhaupt fällt auf, dass Platon den Dialog zwischen Sokrates und Kritias benutzt, um den Griechen ein uraltes kulturelles Erbe zu verschaffen, welches nach der heutigen Forschung nicht vorhanden war. Wenn überhaupt, sprechen eher die Forschungsergebnisse in Ägypten für ein sehr hohes Alter, nicht aber in Griechenland.

Diese Forschungsergebnisse, z.B. durch den Geologen Robert Schoch [vgl. etwa „Die Weltreisen der Pyramidenbauer“] sind zwar – gelinde gesagt – umstritten, doch in sich stimmig und von einem Fachmann ermittelt.

Platon schreibt aber – und dies stammt, wie man leicht bei Herodot überprüfen kann, gewiss nicht aus dem Mund eines ägyptischen Priesters -, Griechenland sei zweitausend Jahre älter als Ägypten. Hinzu kommt noch die angebliche Aussage des ägyptischen Priesters gegenüber Solon, die Athener seien zu jener Zeit das mächtigste Volk der Erde gewesen: „Denn einst, o Solon vor der größten Verheerung durch Überschwemmung, war der Staat, der jetzt der athenische heißt, der tapferste im Kriege und vor allen durch eine gute gesetzliche Verfassung ausgezeichnet, er soll unter allen unter der Sonne, von denen die Kunde zu uns gelangte, die schönsten Taten vollbracht, die schönsten Staatseinrichtungen getroffen haben.“

Wer die ägyptische Geschichte und vor allem die meist sakral angehauchten Texte ein wenig kennt, kann nur zu einem Schluss kommen: diese Worte können nicht von einem ägyptischen Priester stammen, sondern nur von einem nationalbewussten Griechen.

Weiterhin behauptet der Mythos, Atlantis sei im Atlantik versunken: „Indem aber in späterer Zeit gewaltige Erdbeben und Überschwemmungen eintraten, versank, indem nur ein schlimmer Tag und eine schlimme Nacht hereinbrach, eure Heeresmacht insgesamt und mit einem Male unter die Erde, und in gleicher Weise wurde auch die Insel Atlantis durch Versinken in das Meer den Augen entzogen.“ (Unbekannte Botschaft von Atlantis an der Großen Pyramide von Gizeh entdeckt (Videos))

Mehr noch: „Dadurch ist auch das dortige Meer unbefahrbar und undurchforschbar geworden, weil der in geringer Tiefe befindliche Schlamm, den die untergehende Insel zurückließ, hinderlich wurde.“

Über die Theorie des versunken Kontinents wurde oben das Wichtigste gesagt. Ein handelsüblicher Weltatlas mit einer Karte des gesamten Meeresbodens zeigt uns weiterhin, dass zwischen Afrika und Amerika keine derartigen Untiefen wie von Platon beschrieben im Atlantik existieren, es sei denn, wir wollten postulieren, der Meeresspiegel sei in den letzten zweitausend Jahren über mehrere tausend Meter angestiegen!

Die durchschnittliche Meerestiefe des Atlantiks übersteigt nämlich die 4000 Meter bei weitem. Andererseits ist ein Meeresanstieg von bis zu neunzig Metern in der Zeit zwischen -10.000 und -5.000 ziemlich sicher erwiesen [vgl. Gribbin und Gribbin, S. 162].

Geben wir für die von der Fachwelt bisher geflissentlich übersehenen Kataklysmen noch mehrere hundert Meter hinzu, erreichen wir immer noch keine Tiefe von über 4.000 Metern, und dies ist, wie gesagt, nur eine Durchschnittstiefe. Die größten Tiefen im Atlantik betragen über elf Kilometer! Wenn es keine großen Landmassen im Pazifik und im Atlantik gegeben hat, können diese natürlich auch nicht im Meer versunken sein.

Dennoch berichten alle Geschichten darüber. Was ist der Grund? Könnte es vielleicht sein, dass alle Mythen sich zwar auf einen wahren Kern beziehen, dieser aber im Lauf der Jahrtausende im „Stille Post-Verfahren“ leicht verfälscht wurde?

Dabei ist es beispielsweise möglich, einerseits an eine untergegangene Hochkultur zu denken, die aufgrund eines oder mehrerer Kataklysmen, die es gewiss in der Zeit zwischen -10.000 und -12.000 gegeben hat (siehe oben), ihr Leben aushauchte. Schön und gut. Doch was hat es mit dem „versunkenen Kontinent“ auf sich?

Nur eines: Es gibt ihn immer noch!

Die Legende der versunkenen Hochkultur von Atlantis ist seit ewigen Zeiten in aller Munde. Für den Geologen und Atlantis-Experten Dr. Heinrich Kruparz ist es aber kein Märchen. Die Hochkulturen von Atlantis, Lemuria und Rutas Mu existierten tatsächlich und haben uns auch Allerhand zurückgelassen.

In seinem unteren Video-Vortrag geht Dr. Kruparz aber auch auf die spirituelle Warnung ein, die uns der Untergang der Atlanter sein muß, denn die Frage ist: “Wollen wir auch einmal zu einer vergangenen Hochkultur zählen?”

Quellen: PublicDomain/efodon.de am 31.05.2019

Quelle :https://www.pravda-tv.com/2019/05/atlantis-und-lemuria-es-gibt-sie-immer-noch-video/

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