Selbstmord von Susanne Kablitz: „Dieses Land ist unrettbar verloren“

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Am 11. Februar 2017 nahm sich Susanne Kablitz das Leben. Einen Tag zuvor veröffentlichte sie einen Artikel über den Niedergang Deutschlands. Der Fall erinnert an den Suizid des Historikers Rolf Peter Sieferle, dessen Buch Finis Germania postum vom Antaios Verlag veröffentlicht wurde und zum SPIEGEL Bestseller avancierte.

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Bemerkenswert ist, dass sich Susanne Kablitz als Vertreterin des Libertarismus intensiv mit dem deutschen Schuldkult befasste. Zumindest mich persönlich hat das positiv überrascht, zumal es hier um ihren Abschiedsbrief geht. Kablitz war hochintelligent und hat sich mit Sicherheit genau überlegt, was sie mit ihren letzten Worten zum Ausdruck bringt.

Sie hatte offenbar ihren Glauben an die Menschen verloren. Die Borniertheit der Massen hat ihr massiv zugesetzt. Wieder laufen die Menschen gedankenlos den Regierenden hinterher und folgen ihnen in den sicheren Untergang.

Verbittert stellte sie fest: Wenn die Menschen nicht aus dem letzten Untergang gelernt hätten, dann hätten sie auch keine dritte Chance verdient und der baldige und endgültige Untergang sei in diesem Fall sogar wünschenswert.

Susanne Kablitz war eine deutsche Politikern der Partei der Vernunft. Kablitz veröffentlichte Artikel in verschiedenen Online- und Printmedien, darunter eigentümlich frei, The European, Junge Freiheit und Wirtschaftswoche, und den Roman Bis zum letzten Atemzug. Mit ihrer Partei setzte sie sich für libertäre Prinzipien ein und bekämpfte den Glauben der Menschen an den „Gott“ namens Staat. Ihr Ziel: Weniger Staat und weniger Bevormundung zu Gunsten von mehr Freiheit und Eigenverantwortung.

Auf Kritik am Holocaust-Wahn wird mit Doppelmoral reagiert

Ihr Abschiedsbrief mit dem Titel „Dieses Land ist unrettbar verloren“ beginnt mit einer Aussage von Björn Höcke. Kablitz zitiert ausgerechnet seine umstrittene Aussage zum Holocaust-Denkmal in Berlin:

„Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat“

Die Reaktionen auf dieses Statement kommentiert Sie wie folgt:

„Eines war klar: Der Sturm der Entrüstung brach unmittelbar danach los. Von Leuten aus den eigenen genauso wie von Leuten aus fremdem Reihen. Und man mag sich nun fragen, warum. Ich bin wahrlich kein Fan von Bernd [sic!] Höcke. (…) Das soll aber hier nicht das Thema sein. Was viel beeindruckender ist, ist die Feststellung wie angeblich ‚Bürgerliche‘ und sogar Freiheitliche sich sofort im Schuldkult suhlen, sobald sie auch nur im Ansatz einen ‚Nazi‘ zu erkennen glauben, der auf die ein oder andere Art die unentschuldbare Dreistigkeit besitzt, den Dreck der Verbrecher aller Regime ein kleines bisschen gleichmäßiger zu verteilen und dem ewigen Bückling vor der tausendjährigen Nazi-Schuld unter Hitler den Kampf anzusagen und zu so etwas wie einem sachlichen Umgang mit der Vergangenheit umzukehren. ‚Nie, nie, nie‘ sollen wir vergessen, so ein guter Bekannter auf Facebook. Andere Stimmen unterstützen diese Einstellung vehement.

Die Kritik am Holocaust-Wahn nimmt abenteuerliche Züge an – vor allem in Bezug auf die Doppelmoral.“

Das sind deutliche Worte. Kablitz hat offensichtlich nicht viel vom üblichen Umgang mit der deutschen Schuld gehalten.

Nur die Deutschen sollen sich schämen

Sie ging auch weiter auf die Gründe dafür ein (Hervorhebung wie im Original):

„Natürlich soll das, was in Deutschland vor sieben Jahrzehnten geschah, nicht relativiert werden – genauso wenig relativiert wie in allen anderen Diktaturen, Regimen und Regierungen auch. Genauso wie die Bombardierung Dresdens durch die Briten (als es für eine solche nicht den geringsten Anlass gab – und bei dem schätzungsweise eine viertel Million, überwiegend schutzlose, unbewaffnete Menschen niedergemetzelt worden sind, wenn man keine Geschichtsklitterung betreibt) oder die „Killing Fields“ in Kambodscha oder die Tötung der Menschen in der Ex-DDR oder die Massentötungen in der Sowjetunion oder in China, oder der Abwurf der Atombomben durch die Amerikaner oder, oder, oder.

Aber! Erleben Sie auch nur im Ansatz eine derartige Unterjochung der heute lebenden Menschen unter die Taten von Irren in irgendeinem anderen Land? Weder in Russland noch in China und auch nicht in Kambodscha, nicht in der Ex-DDR und schon gar nicht in England oder gar in Amerika.“

Sie hat völlig richtig erkannt, dass Völkermorde und Gemetzel in der Geschichte natürlich keine Singularität sind. Aber kein Volk muss mehr dafür einstecken als die Deutschen. Und das konnte sie mit ihrem Gerechtigkeitssinn offenbar nicht vereinbaren.

Meinungsverbrechen werden härter bestraft als „tatsächliche Rechtsverletzungen“

Es wird noch ein weiterer Vorfall von ihr geschildert. Dieser wird gleich noch wichtig, deshalb nochmals ein Zitat aus ihrem Artikel dazu:

„Bernd [sic!] Höcke hat sich schon öfters in dieser Hinsicht geäußert. So noch einige Wochen zuvor als er zu bedenken gab, dass die ‚Holocaust-Leugnerin‘ Ursula Haverbeck schlimmere Konsequenzen befürchten muss als ein „Flüchtling“, der einer Straftat überführt wird.“

Höcke hatte Recht

Sie meint, wer bei klarem Verstand sei, könne die Aussage von Björn Höcke doch nicht wirklich in Frage stellen (Hervorhebung wie im Original):

„Gehen wir den Dingen auf den Grund: Was hat Herr Höcke wirklich gesagt?

Nun, im ersten Teil seiner ersten Aussage macht er (eigenen Stellungnahmen zufolge) darauf aufmerksam, dass der Schuldkult der Deutschen hysterische Züge angenommen hat. Er sagt: ‚Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat‘.

Wo ist dieser Satz falsch? Wo ist er interpretationsfähig, wenn man klaren Verstandes ist?“

Kablitz wünschte sich stolze Menschen

Sie geht auch darauf ein, was Björn Höcke will: Ein „stolzes, deutsches Volk“. Und damit prangert sie massiv den deutschen Schuldkult und die Sippenhaft an (Hervorhebung wie im Original):

„Nun, ich will nicht wieder ein ‚deutsches Volk‘, aber an stolzen Menschen wäre mir sehr wohl gelegen.

An Menschen, die sich an einer aufgezwungenen, kollektiv verordneten Schuld nicht beteiligen. Die es aus moralischen Gründen ablehnen, dass Menschen aus kollektiven Gründen wie Menschen zweiter Klasse behandelt werden und nicht, weil es ‚Staatsraison‘ ist. Die Schuld als individuelles Konstrukt verstehen. Nicht als Sippenhaft. Die sich Schuld nicht von anderen einreden lassen, sondern selbst empfinden – wenn sie wahrlich echt ist… und nur dann. Die sich nicht unter Druck setzen lassen, die authentisch, ehrlich sind und nicht rituell agieren. Die eine eigene, unkorrumpierbare Meinung vertreten, keine solche, die, falls man sie nicht hat, mit Gefängnis bestraft wird.

Schuld ist persönlich. Sie anzuerkennen eine individuelle Entscheidung, ein individuelles Eingeständnis. Etwas, womit jeder INDIVDUELL leben muss, wenn er sie anerkennt und auch, wenn er sie nicht anerkennt. Schuld ist nicht etwas, was anderen, die sie nicht haben, zwanghaft auferlegt werden darf. Die, wenn sie diese Schuld nicht anerkennen, als schlechte Menschen diffamieren dürfen. Menschen sollten sich freiwillig an etwas erinnern und danach handeln; wenn sie gezwungen werden, ist das unredlich, hat nichts mit einem ehrlichen Gefühl zu tun, sondern nur mit politischer Korrektheit und dem Buckeln vor dem Schuldkult.“

Das ist schon hammerhart. Sie schien der Ansicht zu sein, dass die Deutschen wie Menschen zweiter Klasse behandelt werden. Und ehrlich gesagt sehe ich das ja ähnlich. Zudem ärgerte sie sich über die abgrundtiefe Falschheit des erzwungenen Schuldgefühls. An stolzen Menschen wäre ihr sehr gelegen. Es kommt ja nicht mehr oft vor, dass sich Deutsche positiv auf Stolz beziehen. Für viele ist Stolz nahezu gleichbedeutend mit Hochmut und Chauvinismus.

Linke Dopelmoral gegen Björn Höcke

Und zum zweiten Teil von Höckes Aussage schrieb Kablitz:

„Und was sagt er im zweiten Teil seiner Aussage? Nun, er sagt, dass ein ‚Meinungsverbrechen‘ schlimmer als eine tatsächliche Rechtsverletzung ist.

Nun, beide Aussagen sind korrekt. Aber sie dürfen nicht gesagt werden. Schon gar nicht von einem Bernd [sic!] Höcke. Und dies nicht, weil er ein Sozialist ist, sondern weil er ’national‘ ist.

Nationale Sozialisten sind out. Internationale Sozialisten sind en vogue. Das sieht man am ausgeschiedenen Präsidenten Barack Obama. Internationale Sozialisten dürfen Menschen töten, sie dürfen Kriege führen, sie dürfen Recht brechen. Nationale nicht.

Diese Doppelmoral ist ekelerregend.“

Ja, da stimme ich zu. Es ist schäbig, wenn man die Taten und Aussagen von Menschen vorrangig danach bewertet, ob sie zum eigenen „guten“ Lager gehören oder zum anderen „bösen“ Lager. Nicht die Moral an sich zählt, sondern auf welcher Seite man steht: Auf der Seite, die der veröffentlichten Meinung zufolge die „gute“ Seite ist, oder auf der, die die „böse“ Seite ist. Auch in meinem vorangegangenen Artikel habe ich mich mit linker Doppelmoral befasst (siehe Linke Doppelmoral: „Gute“ und „böse“ Einzelfall-Karten).

Adolf Hitler war ein Linker

Aber es kommt noch besser:

„Adolf Hitler war ein Nationalsozialist, so wird uns gern erzählt. Dabei stimmt das gar nicht – in zweierlei Hinsicht. Denn Adolf Hitler wollte zum einen – mittel- bis langfristig – ein vereintes Europa. Unter seiner Aufsicht. Also ein Konstrukt, aus dem Menschen, die nicht die Geisteshaltung des Herrschers teilen, kaum eine Möglichkeit haben, auszubrechen. Die keine Zuflucht haben, keine Alternative. Die bleiben müssen – und folgen.

Das wollen nationale Sozialisten nicht. Sie wollen ein ‚Vaterland‘. Das ist zwar auch albern und kindisch, bietet aber immerhin noch die Chance, woanders sein Glück zu suchen, wenn man diesem Wahn nicht folgen will.“

In ihren Augen schien es ein Widerspruch zu sein, dass Adolf Hitler bis heute als Nationalsozialist bezeichnet wird, obwohl er Europa langfristig unter deutscher Herrschaft vereinigen wollte. Denn dann wäre es ja gar nicht mehr national, sondern übernational. Demgegenüber stellt sie, was echte nationale Sozialisten anstreben: Ein Vaterland. Wäre Hitler ein echter Nationalsozialist im Wortsinn gewesen, dann müsste er sich im Umkehrschluss mit einem deutschen Vaterland zufrieden geben, anstatt imperialen Bestrebungen zu frönen.

Im Folgenden stammt die Hervorhebung ausnahmsweise von mir:

„Und das einzige, was an Adolf Hitler ‚rechts‘ zu sein schien, war sein glühender Antisemitismus einhergehend mit einem manischen Antiamerikanismus. Es war sein Hass auf den Kapitalismus, auf ‚jüdische‘ Spekulanten, ‚reiche Juden‘, das ‚Finanzjudentum‘ im Gesamten. Es war also genau das, was ihn mit nahezu allen Sozialisten, also Linken, verbindet. Alles, was er gelebt, gesagt oder gemacht hat, war links. Jede Pore von ihm war ‚links‘. Wie man sich als denkenden Menschen einreden lassen kann, Hitler sei ‚rechts‘ gewesen, wird sich mir nie erschließen und kann nur mit totaler Gehirnwäsche erklärt werden.“

Autsch. Das wird den Linken aber ganz und gar nicht gefallen. Mich erinnert diese Feststellung sehr an die Aussage des Historikers Arnulf Baring, es wäre ein Grundirrtum, dass die Nationalsozialisten rechts gewesen wären: Sie wären in Wahrheit eine Linkspartei gewesen, die Betonung lag auf Nationalsozialismus. Die Reaktion der Moderatorin war entlarvend: „Lassen Sie uns das Fass jetzt nicht aufmachen … Rechts und links, die Etiketten spielen ja eigentlich keine Rolle“. Arnulf Baring durfte seinen Punkt nicht zu Ende ausführen. Tja, so ist das mit den Etiketten „Rechts“ und „Links“: Wenn es den eigenen linken Machtinteressen nutzt, z.B. beim „Kampf gegen Rechts“, dann sind die Etiketten nämlich sehr wohl nützlich. Man möchte nur nicht, dass der Spieß einmal umgedreht wird. Das ist wieder so ein Fall von Doppelmoral. Mir ist jedenfalls nicht bekannt, dass die Moderatorin jemals den „Kampf gegen Rechts“ wegen des Etiketts „Rechts“ kritisiert hätte.

Schulz-Hype: Verzweiflung und geistige Degeneration

Kablitz schießt auch gegen die SPD und die dummen, mitlaufenden Massen:

„Inzwischen sind die Menschen in diesem Land schon so verzweifelt, dass sie sich an einen Martin Schulz klammern. Doch wie geistig degeneriert muss man sein, um so etwas zu tun? Wie tief muss man gesunken sein?

Da wird sich das Maul zerrissen über die ‚dummen Menschen‘, die im ‚Dritten Reich‘ keinen Widerstand geleistet zu haben. Dabei sind das GENAU DIE, die damals mitgelaufen wären. Ihrem ‚Führer‘ hinterher, der ihnen das Heil verspricht. Genau dieser Menschenschlag lamentiert heute von Demokratie, plappert daher von Vielfalt… und will doch beides nur dann, wenn es der eigenen kleingeistigen Weltanschauung entspricht.

Und nein, es ist kein großer Geist in den Leuten versteckt, die nach Multikulti brüllen und alle anderen verbal niedermetzeln, die anderer Meinung sind. Ein großer Geist hätte sich gezeigt, wenn diese Leute die Machenschaften von Obama, Clinton und Co. aus der Versenkung geholt hätten. DANN hätte sich ein Charakter gezeigt. So sind sie nur armselige, bemitleidenswerte Kreaturen, die nicht einmal im Ansatz moralische Grundsätze haben.“

Das habe ich auch nie verstanden. Wie kann man einem so offensichtlich charakterlich korrupten, geld- und machtgeilen Typen wie Schulz hinterherlaufen? Bäh.

Kablitz: Berliner Bürgermeister ein „absoluter Vollversager“

Und der Berliner Bürgermeister kommt auch nicht gut weg:

„Schauen Sie sich hier exemplarisch diesen Herrn doch einmal näher an: Michael Müller, Bürgermeister der Pleite-Stadt Berlin.

Ein absoluter Vollversager, der in seinem gesamten Leben noch keinen Tag wertschöpfend gearbeitet hat und nur aufgrund einer Koalition mit Grünfaschisten und Mauermördern die pleiteste Dreckskloake Deutschlands endgültig ruinieren darf. Dieser ‚feine Herr‘ ist zwar nicht in der Lage zwischen einer Mauer, mit der die eigenen Landsleute eingesperrt wird, und einer Mauer, die diese vor Schwerstkriminellen beschützen soll, zu unterscheiden, aber dieses Unvermögen hält ihn keineswegs davon ab, einem gewählten US-Präsidenten die Welt zu erklären. Diese moralischen und intellektuellen Peinlichkeiten in Person, die sich inzwischen zuhauf finden lassen und die sich hierzulande als ‚politische Elite‘ selbst beweihräuchern und gegenseitig mit Auszeichnungen und Preise behängen (etwas, das übrigens auch alle sozialistischen und kommunistischen Regierungen auszeichnet), sind einfach nur noch zum Fremdschämen.“

Die Menschen haben ihr Unheil verdient

Und jetzt kommen wir an den Punkt, der vielleicht den Suizid von Kablitz erklärt:

„Lange habe ich mich dagegen gewehrt, dass diese Menschen ihr Unheil verdienen. Aber das tue ich nicht mehr. Sie sind es wirklich selber schuld.

Und so wird es auch wieder sein: Im September wird der Großteil wieder eine der „großen“ Parteien wählen, weil ihm erfolgreich eingeredet wurde, dass jede Stimme für eine Kleinpartei eine verschenkte Stimme ist und niemand, der an die „Demokratie“ glaubt (leider der Großteil dieses demütigen Volkes), seine angeblich so wertvolle (doch in Wahrheit komplett wertlose) Stimme vergeuden will. Kaum jemand hört zu, wenn man denjenigen dazu auffordert, sich die „Energiewende“, die „Euro-Rettung“ und die „Flüchtlingskrise“ einmal genauer anzusehen. Man kann sogar Bücher dazu veröffentlichen, die absolut sicher und faktenreich feststellen, dass jede einzelne Problematik für sich allein bereits ausreicht, um Deutschland komplett zu vernichten.“

Systemkritiker werden von der Masse gemobbt

Hervorhebung wie im Original:

„Doch was ist meist das Echo?

Ungläubigkeit, die Preisgabe der Lächerlichkeit und das Etikett des Miesmachers und Verschwörungstheoretikers. Kaum einer will raus aus seinem Glauben an die Allmächtigkeit der staatlichen Propaganda. Die meisten glauben lieber als dass sie wissen. Und deshalb kann man ihnen wirklich jeden Bären aufbinden. Und das sind dann wieder die Leute, die sich über die in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts echauffieren. Die deren Fehler nachträglich ausbügeln wollen.

Dabei begehen sie noch viel schlimmere.

Denn wer sagt diesen Leuten, dass es nicht auch damals schon Menschen gab, die gewarnt haben, dass es nicht auch damals schon Menschen gab, die vor der „Staatsmeinung“ ihre Vorsicht ausgedrückt haben? Die sich gewehrt haben? Und die genau deswegen verunglimpft, ausgelacht und verhöhnt worden sind?

Aber in ihrer Moralarroganz können sich die Leute von heute das natürlich nicht im Ansatz vorstellen. Weil sie ja angeblich bessere Menschen sind. Was für ein Hohn!“

Kablitz: Asylindustrie in weiten Teilen korrupt und nur am schnellen Geld interessiert

Hervorhebung wie im Original:

„Ein besonders ekelhaftes Beispiel für ein verlogenes Gutmenschentum ist die „moderne“ Asylindustrie. Eine in weiten Teilen korrupte Gesamtorganisation, die das kriminelle Geschäftsgebaren mit allerlei Neusprech erfolgreich tarnt: Hilfe, Schutzsuchende, Flüchtlinge, Traumatisierte, Wohltätigkeit, soziale Gerechtigkeit und ähnlichem weiterer Zuckerwatte für das Gehirn.

Denn in Wirklichkeit geht es den angeblichen Menschenfreunden nur darum geraubtes, mit ehrlicher Arbeit hart verdientes Geld, in die eigenen Taschen umzuleiten.“

1933 wiederholt sich

Kablitz:

„Wir leben wieder in einer faschistischen Diktatur nach Muster 1933, die heutigen Nazis sind flüchtlingsbesoffene Gutmenschen und asoziale „Antifaschisten“. Wer die Wahrheit ausspricht, wird verfolgt. So ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann es Tote auf beiden Seiten gibt. Die SPD hat bereits offen zur Gewalt aufgerufen und will jetzt sowohl Bundespräsident wie auch Kanzler stellen.

Es ist wahrlich ein Panoptikum der Erbärmlichkeit.“

Deutschland hat seinen Untergang verdient

Die vollkommene Verbitterung wird in den letzten Zeilen ihres „Abschiedsartikels“ deutlich:

„Leider kommt man nicht umhin festzustellen, dass dieses hochnotpeinliche Land sich seinen unausweichlichen nächsten Untergang mehr als redlich verdient. Deutschland ist verloren. Endgültig. Umkehrbar wäre das alles – vielleicht – nur noch mit äußerst drastischen Maßnahmen. Die sich aber KEINE Partei traut. Weil sie alle immer nur auf die Mehrheit starren. Auf die Futtertröge. Weil sie da gut versorgt sind. Und weil sie kein Rückgrat haben, auch einmal einer vorübergehenden Empörung standzuhalten und zu den eigenen Überzeugungen fest zu stehen. Immer kommt einer daher und mahnt die nächsten Wahlen an. Dass man gewinnen will und muss. Und dass man die angeblich erreichten Ziele nicht gefährden darf, indem man die ‚Volksseele‘ verletzt. Und genau in dem Moment sind sie alle mit Haut und Haaren an den Teufel verkauft. Und das noch nicht einmal zu einem guten Preis.“

Keine dritte Chance

Der baldige und endgültige Untergang sei letztlich sogar wünschenswert:

„Es ist einfach nur noch widerwärtig. Möge er bald kommen und möge er endgültig sein, denn wer aus dem letzten Untergang nichts gelernt hat, hat keine dritte Chance verdient.“

Mein Fazit

Susanne Kablitz hatte offensichtlich ihren Glauben an die Menschen verloren. Die Borniertheit der Massen hat ihr massiv zugesetzt. Sie hat es nicht ertragen, wie gutgläubig die meisten Deutschen sind, wie sie vertrauensvoll den neuen „Führern“ in den Untergang folgen. Und es machte sie fertig, dass ausgerechnet die aufrechten Systemkritiker noch von den Massen dafür geprügelt und gemobbt werden, dass sie vor den lauernden Gefahren warnen.

Man könnte ihre Haltung vielleicht so zusammenfassen: Ein Volk, das sich so nachhaltig der Erkenntnis der Wahrheit widersetzt, hat letztlich seinen Untergang redlich verdient. Wer so obrigkeitsgläubig ist, dass er sogar offensichtliche Abgründe verleugnet, der hat es nur verdient, wenn er in eben jene Abgründe stürzt. Das ist nämlich ein Zeichen großer Schwäche, und die Evolution sortiert die Schwachen eben gnadenlos aus. Und das ist auch gut so, denn nur so kann Evolution funktionieren.

Ich habe auch einmal so gedacht. Ich war manches Mal so verbittert, dass ich mich fast wortwörtlich genau so äußerte. Es ist das, was am meisten frustiert: Die Ignoranz der Masse, die es sich in ihrem Arbeits- und Konsumalltag bequem eingerichtet hat. Die Ignoranz der Masse, die sich mit dem Massenkonsum betäubt und ablenkt. Die Ignoranz der Masse, die abends nach der Arbeit erschöpft nach Hause kommt und sich stundenlang vom Fernseher berieseln lässt. Die Ignoranz der Masse, die jeden Andersdenkenden ausgrenzen und mundtot machen möchte, weil die Illusion der heilen Welt gefährdet wird.

Im Grunde denke ich heute noch genau so: Ich möchte dieses Land, so wie es besteht, nicht retten. Dieses Volk ist gar nicht zu retten in seiner jetzigen Verfassung. Ich möchte vielmehr, dass die Menschen sich ändern, dass sie aus ihrem Trott der Unmündigkeit heraus kommen. Sie sollen stolze und eigenständige Menschen werden, die für sich selbst denken, und die ihre Freiheit mit Klauen und Zähnen verteidigen.

Wer diesen Wandel nicht schafft, der hat es verdient, unterzugehen.

Depression: Wehret den Anfängen

Trotzdem möchte ich noch auf eines hinweisen: Es kann bei der gegenwärtigen politischen Lage schnell passieren, dass man in eine Spirale negativen Denkens gerät und alles nur noch schwarz sieht. Ich fürchte, auch Kablitz war davon betroffen. Daraus kann eine ausgemachte Depression entstehen.

Bei mir lauert diese Gefahr immer dann, wenn ich mich zu viel mit Politik beschäftige. Es gibt diese Tage, da schüttele ich nur noch mit dem Kopf.

Es ist daher unbedingt wichtig, das Thema auch mal ruhen lassen zu können und sich auf die guten Dinge zu besinnen. Bei all der Niedertracht und bei all dem Verfall gibt es auch noch so viel gute Substanz in diesem Land und diesem Volk… das darf man nicht aus dem Blick verlieren. Bloß nicht die Hoffnung aufgeben. Stehen bleiben.

Quelle : https://rsnitsch.wordpress.com/2017/11/17/selbstmord-von-susanne-kablitz-dieses-land-ist-unrettbar-verloren/

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