Mit einem Milliarden-Trick verschließt die Politik die Augen vor der Renten-Wahrheit

0
132

Aus Sicht der Arbeitnehmer steigen die Rentenbeiträge seit ein paar Jahren kaum noch. Stabil ist das System deshalb keineswegs. Klammheimlich hat die Politik Jahr für Jahr den Bundeszuschuss in die Rentenkasse angehoben, um Mehrausgaben zu decken. Seit der Wiedervereinigung flossen schon 1,4 Billionen Euro.

loading...

Die Ausgaben der Rentenversicherung explodieren. Allein im Jahr 2016 zahlte die Deutsche Rentenversicherung (DRV) 288 Milliarden Euro aus. Das waren fast vier Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Der einfache Grund: Immer mehr Menschen gehen in Rente und beziehen dank der steigenden Lebenserwartung immer länger ihr Ruhegehalt.

Beitragseinnahmen klettern jährlich – und auch die Steuer-Zuschüsse

Erstaunlich, dass die Beitragssätze seit Januar 2015 dennoch stabil bei 18,7 Prozent liegen. Das liegt vor allem an zwei Faktoren: In Deutschland herrscht Vollbeschäftigung, noch nie hatten so viele Menschen Arbeit. Das steigert die Einnahmen der Rentenversicherung, viele Milliarden fließen zusätzlich in die Kassen.

Das Einnahme-Plus würde aber alleine nicht ausreichen, die steigenden Renten für immer mehr Ruheständler zu finanzieren. Damit die Beitragssätze der Rentenversicherung stabil bleiben, greift die Bundesregierung zu einem Taschenspieler-Trick: Der Bund – und damit der Steuerzahler – buttert jedes Jahr Dutzende Milliarden Euro an Zuschüssen in die Rentenkasse – mit steigender Tendenz.

Hier geht es zum Renten-Rechner – Wie viel im Alter fehlt

Teure Rentengeschenke belasten die Rentenversicherung

Das ist auch nötig, denn die Kosten laufen aus dem Ruder. In den vergangenen Jahren machte die Politik den Bundesbürgern einige teure Rentengeschenke:Die Rente mit 63und die Mütter-Rente sind Beispiele für besonders kostspielige Maßnahmen, die Liste ließe sich noch verlängern. Fest steht: Der Steuerzahler muss helfen, die jährlichen Zusatz-Kosten abzudecken. Deshalb klettert der Zuschuss des Bundes von Jahr zu Jahr, wie offizielle Zahlen zeigen.

Zuschüsse steigen schneller als Beiträge

  • Die Gesamteinnamen der staatlichen Rentenversicherung haben sich von 1991 bis 2016 von 139 Milliarden Euro auf 280 Milliarden verdoppelt.
  • Die Zuschüsse der Steuerzahler hingegen verdreifachtensich in diesem Zeitraum fast: von 25,8 Milliarden auf knapp 68 Milliarden Euro.

Eine weitere Rechnung belegt,wie teuer die Rentenversicherung inzwischen geworden ist: Im Jahr 2016 stützte der Steuerzahler die Rentenversicherung mit 69,7 Milliarden Euro Zuschüssen über den Bundeshaushalt. Umgelegt auf 82,7 Millionen Bundesbürger – vom Baby bis zum Greis – wurden dem System damit noch einmal 842 Euro pro Kopf aus Steuermitteln zugeführt; zusätzlich zu den Beiträgen wohlgemerkt.

Addiert man alle Bundeszuschüsse seit der Wiedervereinigung auf, erreicht der Geldberg astronomische Höhen: Seit 1991 mussten die Steuerzahler die staatliche Rentenversicherung mit rund 1,4 Billionen Eurostützen. Ein gigantischer Preis, nur um die Beitragssätze stabil zu halten und die Renten weiter erhöhen zu können.

Rentenversicherung, Rentenlücke, Steuerzuschuss

Deutsche RentenversicherungDie Gesamteinnamen der staatlichen Rentenversicherung haben sich von 1991 bis 2016 von 139 Milliarden Euro auf 280 Milliarden verdoppelt. Die Zuschüsse der Steuerzahler verdreifachten sich in diesem Zeitraum fast – von 25,8 Milliarden auf knapp 68 Milliarden. (Zahlen ab 2016 Modell-Ergebnisse auf Basis der Herbst-Schätzung von 2016.)

Quelle : https://www.focus.de/finanzen/altersvorsorge/rente/loch-in-der-kasse-mit-einem-milliarden-trick-rechnen-sich-die-politiker-die-rente-schoen_id_7431317.html

 

Loading...

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here