Gabriel vergleicht AfD mit Nazis – Medien verurteilen seine Geschichtsvergessenheit

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Gabriel vergleicht AfD mit Nazis – Medien verurteilen seine Geschichtsvergessenheit

„Geschichtsvergessen und dumm“: So hat das Portal „Nachdenkseiten“ die Worte von Bundesaußenminister Siegmar Gabriel über die AfD bezeichnet, die er zudem als „echte Nazis nach Ende des Zweiten Weltkriegs“ bezeichnet hat.

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„Es ist vollkommen unverständlich, warum gerade ein ehemaliger SPD-Vorsitzender, dessen Partei ja nicht zu den Tätern sondern zu den Opfern des Nationalsozialismus zählt, die Täter durch derlei dumme Verniedlichungen reinwäscht,“ meint Jens Berger, Redakteur der „Nachdenkseiten“.

Als Beispiel führte er zahlreiche „echte“ Nazis an, die in der Nachkriegszeit in den westdeutschen Landesparlamenten und im Bundestag saßen. Einige von ihnen, wie etwa Alfred Gille oder Heinrich Hunke, galten bei der Entnazifizierung nur als „Mitläufer“. Gille war während des Krieges Gebietskommissar in der besetzten Ukraine, Hunke war 1942 zum Ministerialdirektor im Propagandaministerium ernannt worden.

Dennoch hatten auch ominöse Figuren, beispielsweise der SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS, Heinz Reinefarth, der in Polen als „Schlächter von Warschau“ bekannt war, ihren Weg in die Politik von Nachkriegsdeutschland gefunden. Das Portal weist darauf hin, dass sogar eine solche „extrem braune Blüte“ Karriere als Bürgermeister von Westerland und später als Landtagsabgeordneter in Kiel machen konnte.

„Sogar Gabriels SPD hatte ihre Nazi-Probleme“, schreibt Berger weiter.

Er erinnert dann an Hermann Ahrens, der nämlich in Gabriels Heimatstadt Goslar geboren worden war und seinen Wahlkreis gleich mehrfach in verschiedenen Parlamenten vertreten hatte. Von 1933 bis 1936 war er Kreisleiter für die NSDAP gewesen, von 1951 bis 1963 hatte er als Vertreter der Gesamtdeutschen Partei im Landtag gesessen und von 1965 bis 1969 schon im Bundestag für die Liste der SPD.

„Wer derart geschichtsvergessen agiert, stärkt damit am Ende nur die AfD, die sich – diesmal sogar zu Recht – als Opfer einer Kampagne sieht“, schließt der „Nachdenkseiten“-Redakteur.

In einem Interview mit dem Portal t-online hatte Gabriel am Montag gesagt, dass, falls die AfD in den Bundestag einzieht, Deutschland zum ersten Mal nach Ende des Zweiten Weltkriegs „im deutschen Reichstag wieder echte Nazis“ haben werde.

Das Portal „Nachdenkseiten“ wird schon viele Jahre vom ehemaligen Kanzlerberater Willy Brandts, Albrecht Müller, betrieben.

Quelle : https://de.sputniknews.com/gesellschaft/20170913317416979-gabriel-afd-nazi-geschichtsvergessen/

 

 

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