Drohender Völkermord an den Weißen in Südafrika und was macht die deutsche Bundesregierung?

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in Gastbeitrag von Petr Bystron

Südafrika war der am weitesten entwickelte Wirtschaftsraum des gesamten Kontinents. Es gehört als einziges afrikanisches Land zu den G20-Wirtschaftsmächten und wurde auf Grund seiner dynamischen Wirtschaftsentwicklung zu den fünf BRICS-Staaten gezählt. Der Anteil der Weißen an der Gesamtbevölkerung betrug zu Beginn der 1990er-Jahre noch ca. 13 Prozent (über 5 Mio.). Dies waren vor allem Nachfahren niederländischer, deutscher, französischer und britischer Einwanderer, die ab der Mitte des 17. Jahrhunderts immigriert waren. Südafrika hatte damit die größte europäischstämmige Bevölkerung des Kontinents. Die Zahl der Weißen nimmt seit den 1990er-Jahren jedoch kontinuierlich ab. Fast eine Million haben das Land seither verlassen. Doch was nun droht, beschreibt Petr Bystron: ein Völkermord an den Weißen. Und was macht die deutsche Bundesregierung?

Linksradikale beantragen entschädigungslose Zwangsenteignungen weißer Farmer

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Das südafrikanische Parlament hat einen Antrag verabschiedet, um Immobilien-Enteignungen ohne Entschädigung zu erlauben. Weiße Farmer in Südafrika befürchten nun eine Kampagne von Gewalt und Enteignungen wie in Simbabwe vor einer Dekade.  Der Antrag der linksradikalen Economic Freedom Fighters (EFF, drittstärkste Partei) von Julius Malema, der zu Gewalt gegen weiße Farmer aufruft, wurde mit den Stimmen der regierenden ANC-Partei verabschiedet. (EFF bezeichnet sich selbst als radikale, linkspolitische, antikapitalistische und antiimperialistische Bewegung und Malema ist bekannt für seine rassistischen Ausfälle gegen Weiße.)

„Wir müssen die Würde unsere Volkes wiederherstellen, ohne die Verbrecher zu entschädigen, die unser Land gestohlen haben“,

begründete Malema den Antrag im Parlament. Dies kommt einer eigenartigen Interpretation der Geschichte gleich. Denn von den Enteignungen würden größtenteils die Nachkommen der niederländischen Siedler (Boeren) betroffen sein. Diese kamen vor etwa 400 Jahren nach Südafrika, das damals weitgehend unbewohnt war. Malema aber gehört zum Stamm der Zulu, die im 19. Jahrhundert weite Teile Südafrikas von den San und Khoi erobert haben.

Julius Malema

Julius Malema, YouTube-Screenshot

Südafrikas Präsident signalisiert Unterstützung der Zwangsenteignungspläne

Trotz der Mehrheit im Parlament muss der Antrag noch vom Rechtsausschuss des Parlaments geprüft werden. Dieser überprüft dessen Verfassungsmäßigkeit. Denn entschädigungslose Enteignungen verstoßen gegen Artikel 25 der südafrikanischen Verfassung, nach der „Enteignungen nur gegen Entschädigung möglich sind, die von allen Parteien akzeptiert wurden, oder gerichtlich genehmigt wurden“.

Ein bedenkliches Signal kam allerdings aus dem Präsidentenpalast: Der neue Präsident von Südafrika Cyril Ramaphosa ist zwar einer der reichsten Menschen des Landes, hat aber seine Unterstützung für die Enteignungen signalisiert. Offenbar steht er unter Druck der linksradikalen EFF.

Cyril Ramaphosa

Präsident Cyril Ramaphosa

Mordrate an Weißen viereinhalb mal so hoch wie der ohnehin schon exorbitant hohe südafrikanische Durchschnitt

Südafrika erlebt gegenwärtig eine Welle der Gewalt gegen weiße Farmer. Vor allem ältere Menschen und Familien sind betroffen. Diese werden teilweise stundenlang gequält, vergewaltigt und zu Tode gefoltert. Genocide Watch spricht von einem „drohenden Völkermord“. (Seit Ende der Apartheid sind Tausende weiße Farmer in Südafrika ermordet worden, oft nach zuvor grausamster Folter. Inzwischen wird jeden dritten bis vierten Tag ein Farmer ermordet.) Am 30.10.2017 demonstrierten am „Schwarzen Montag“ tausende in Pretoria gegen die Gewalt und Untätigkeit von Regierung und Polizei.

Mit 34 Morden pro 100.000 Einwohner hat Südafrika ohnehin schon die achthöchste Mordrate der Welt. Laut AfriForum gab es im Jahr 2016 ganze 334 Farm-Überfälle und 64 Farmmorde (alle 5,7 Tage einer). In den ersten drei Quartalen 2017 stieg die Zahl der Morde gar auf 71 (alle 3,8 Tage einer).

Laut AfriForum ist die Mordrate an weißen Farmern in Südafrika 156 pro 100.000 – viereinhalb mal so hoch wie der Durchschnitt in Südafrika. Von etwa 50 Morden am Tag sind etwa 20 der Opfer Weiße (40 Prozent), bei einem Bevölkerungsanteil von inzwischen unter 9 Prozent. (Zum Vergleich: im deutlich bevölkerungsreicheren Deutschland geschieht ca. ein Mord pro Tag.)

Die weiße Bevölkerung befürchtet einen Völkermord

Die UKIP-Abgeordnete Janice Atkinson hat am 30.01.2018 eine Südafrika-Konferenz über den drohenden Völkermord an Farmern in Südafrika im EU-Parlament abgehalten, die jedoch von den Medien in Europa weitgehend totgeschwiegen wurde. Vor EU-Parlamentariern aus mehreren EU Ländern referierte der südafrikanischen Politiker Dr. Corné Mulder von der Freiheitsfront Plus Partei. Mulders Referat war ein Hilferuf:

„Es ist schier unvorstellbar, was dort vor sich geht. Weiße werden aktiv diskriminiert. Wenn du weiß bist, bekommst du keinen Job mehr. Warum sagt niemand etwas? Die EU- Länder haben Botschaften in Südafrika. Schlafen die? Warum können sie der Welt nicht sagen, was in Südafrika passiert? Ich will nicht eines Tages die EU anrufen müssen, um die Weißen mit Hubschraubern aus Südafrika zu evakuieren. Ich will mein Land nicht verlassen. Ich will dort bleiben.“

Die weiße Bevölkerung befürchtet angesichts der jüngsten Entwicklungen einen Völkermord. Aufgrund des Terrors gegen Farmer stehen in Südafrika rekordverdächtige 20.000 Farmen bereits zum Verkauf. Viele Weiße ziehen in die Region Kapstadt, wo sie sich mehr Sicherheit erhoffen. Im Raum Johannesburg kann man aktuell große Grundstücke für Spottpreise erwerben.

Die schwarz-rote Bundesregierung unterstützt das korrupte südafrikanische Regime mit hunderten Millionen Euro

Die Lebensbedingungen in Südafrika verschlechtern sich kontinuierlich in den letzten Jahren. Das Wirtschaftswachstum des ehemaligen Boomlandes ist zum Stillstand gekommen(BIP 2017: +0,5 Prozent). Die durch Korruption und Unfähigkeit der Behörden verursachte Wasserknappheit bedroht nun sogar die Existenz von Kapstadt.

Das deutsche Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hatunterdessen in den letzten zwei Jahren 314,25 Millionen Euro an das korrupte Regime in Südafrika als Entwicklungshilfe überwiesen. Erstaunlicherweise gilt hier wohl nicht, dass deutsche Entwicklungshilfe an die Einhaltung von Rechtstaatlichkeit und Menschenrechten gebunden ist. Wenn die Regierung von Südafrika weiter den Weg von Zwangsenteignungen geht und unkontrollierter Gewalt kein Einhalt gebietet, muss die deutsche Entwicklungshilfe gestoppt werden.

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Dieser Artikel erschien zuerst auf The European – Das Debattenmagazin. Er erscheint hier mit freundlicher Genehmigung des Autors. (Einleitung/Teaser von Jürgen Fritz)

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Zum Autor: Petr Bystron studierte Ökonomie und Internationale Beziehungen an der Ludwig-Maximilian-Universität sowie der Hochschule für Politik in München. Er publiziert in bedeutenden europäischen Medien wie z.B. der Schweizer Weltwoche. Für zahlreiche ausländische Medien ist er gefragter Ansprechpartner zu Fragen der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands und der EU. Bystron ist Gründungsmitglied der AfD und gehört seit 2017 dem Deutschen Bundestag an. Er ist der außenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Ausschuss für Auswärtiges des Deutschen Bundestags sowie Vertreter des Bundestages für die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) in der EU.

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Titelbild: YouTube-Screenshot

Quelle : https://juergenfritz.com/2018/03/17/suedafrika-voelkermord/

 

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