Cholesterin-Geschäft – Nur ein Betrug?

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Das Cholesterin-Geschäft – Nur ein Betrug?

Guten Abend, meine Damen und Herren. Wer hat nicht schon vom Cholesterin-Spiegel gehört? Cholesterin ist ein wichtiger Bestandteil der Zellmembranen, die jede Zelle des Körpers umgeben. Dort hilft Cholesterin, die Zellfunktionen aufrechtzuerhalten. Außerdem ist Cholesterin ein Grundbaustein für einige lebenswichtige Hormone und spielt eine entscheidende Rolle im Energiehaushalt. Soweit sind sich praktisch alle Wissenschaftler und Mediziner einig. Doch damit hat es sich dann auch. Über die Bedeutung und Interpretation eines zu hohen Blut-Cholesterinspiegels herrschen in der Fachwelt tiefe Differenzen.

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So hat in den vergangenen Jahrzehnten im wissenschaftlichen Umfeld wie in der öffentlichen Wahrnehmung folgende Hypothese große Verbreitung gefunden: eine fett- und cholesterinreiche Ernährung – die in erster Linie in tierischen Produkten zu finden ist – und ein hoher Blut-Cholesterinspiegel spielten eine ursächliche Rolle bei der Entstehung von Herzinfarkten.

Sie führte insbesondere in den USA, aber auch in Europa zur Verbreitung künstlich cholesterinreduzierter oder cholesterinfreier Lebensmittel, beispielsweise Margarine. Darüber hinaus zu einer routinemäßigen Verschreibung von Medikamenten zur Senkung des Cholesterinspiegels. Schon im Jahre 2004 wurden mit Cholesterinsenkern weltweit Umsätze von 27 Milliarden US-Dollar erzielt, bei einer Wachstumsrate von gut 10%. Cholesterinsenker stellen heute das weltweit umsatzstärkste Segment des Pharmamarktes dar. Diese Entwicklung wurde dadurch begünstigt, dass Herzkrankheiten – mit steigendem Lebensstandard im 20.

Jahrhundert in den westlichen Industrienationen – die Infektionskrankheiten als häufigste Todesursache ablösten. Seit längerem ist diese These, ein Cholesterinspiegel oberhalb der publizierten Zielwerte müsse gegebenenfalls durch Ernährungsumstellung und/oder eine medikamentöse Therapie abgesenkt werden, heftig umstritten. Allein auf der Webseite des Internationalen Netzwerks von Cholesterin-Skeptiker sind über Hundert namhafte Wissenschaftlern und Mediziner aufgeführt. Als einer der renommiertesten Kritiker gilt der deutsche Arzt und Autor Walter Hartenbach. Während 20 Jahren war er Chefarzt der chirurgischen Abteilung der Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken in Wiesbaden. Der Mediziner hat über 6.000 Patienten im Bezug auf das Cholesterin untersucht und dabei festgestellt: Es gibt gar kein schlechtes Cholesterin – welches irrtümlicherweise als LDL-Cholesterin bezeichnet wird.

Laut Hartenbach gäbe es zwar zwei Cholesterinverbindungen, es würde sich jedoch um ein und dasselbe Cholesterin handeln mit einfach unterschiedlichen Aufgaben im Körper. Der Körper würde den Cholesterinspiegel selbst regulieren und medikamentöse Eingriffe in diesen Mechanismus hätten kaum abzusehende Folgen. Mit dem empfohlenen Höchstwert von 200 Milligramm Cholesterin in einem Zehntel Liter Blut würde fast die gesamte erwachsene Bevölkerung für krank erklärt, so Hartenbach in seinem Buch „Die Cholesterin-Lüge“. Dieses im Jahr 2002 erschienene Buch gibt es bereits in der 35sten Auflage.

 

 

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