Anschlagsgefahr in Moskau: Über 20.000 Menschen evakuiert

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Anschlagsgefahr in Moskau: Über 20.000 Menschen evakuiert

In Moskau mussten über 20.000 Menschen evakuiert werden, nachdem Meldungen über mehrere Bomben aufgetaucht sind. Von der Evakuierung sing mehrere Moskauer Bahnhöfe, Märkte und Universitäten betroffen.

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Nach den zurzeit verfügbaren Informationen hatte es in der Nacht mehrere anonyme Anrufe bei der Polizei gegeben. Die Anrufer hätten gedroht, dass in zahlreichen öffentlichen Plätzen und Insitutionen in Moskau Bomben installiert wurden.

Die Polizei arbeitet im Moment in zwei Richtungen. Zum einen werden die betroffenen Institutionen und Orte geräumt und nach Bomben abgesucht. Zum anderen versucht die Polizei unter Hochdruck die Anrufer zu ermitteln.

Alle Not- und Sicherheitsdienste stehen in voller Einsatzbereitschaft.

Zur Zeit werden Passagiere an zwei Moskauer Bahnhöfen evakuiert — dem Kasan-Bachnhof und dem Jaroslavl-Bahnhof, berichtet der Pressendienst der russischen staatlichen Eisenbahn.

Zahlreiche Passagiere halten sich im Moment auf den Plätzen vor den Bahnhöfen auf.

Die Fahrpläne der Züge werden aber nicht geändert, heißt es in der Mitteilung. Der Betrieb der Bahnhöfe wird normal fortgesetzt.

Außer den Bahnhöfen sind mehrere Einkaufszentren, Märkte, Ausstellungen, Schulen, Hotels, eine Akademie und eine Universität betroffen. Insgesamt sollen 30 Objekte im Moment überprüft werden.

Auf Youtube und sozialen Netzwerken wurden bereits zahlreiche Videos hochgeladen, auf denen die Evakuierung zu sehen ist:

Im Moment scheinen sich die Anschlagsdrohungen allerdings nicht zu bestätigen. An keinen der Orte wurden Bomben oder Bombenattrappen gefunden.

Es wird bereits vermutet, dass die Anrufe in einer Verbindungen zu ähnlichen anonymen Anschlagsdrohungen in den letzten Tagen in ganz Russland stehen würden.

Wie eine Quelle aus russischen Sicherheitsstrukturen der Nachrichtenagentur RIA Nowosti berichtete, hat es in den letzten Tagen in 22 Städten ähnliche Vorfälle gegeben. Überall hätten unbekannte per Telefon gedroht, dass Bomben an öffentlichen Orten installiert wurden.

Landesweit gerieten insgesamt mehr als 200 Einrichtungen, Einkaufszentren, Schulen, Universitäten, Bahnhöfe und Kinos ins Visier unbekannter Telefonterroristen, wie Sputnik aus Sicherheitskreisen erfuhr.

Insgesamt wurden in den 22 Städten über 45.000 Tausend Menschen in diesem Zusammenhang evakuiert. Keine der Anschlagsdrohungen hat sich als wahr herausgestellt.

Nach Angaben der Quelle scheine es zurzeit, dass viele der Anrufe aus der Ukraine kamen.

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